Gebühren für Girokonten seien laut Frank Strauss vollkommen richtig

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    Laut Frank Strauss sei es «vollkommen richtig», für Dienstleistungen im Bankgeschäft Geld zu verlangen.

    Deutsche Bank
    Deutschen Bank hält zweistellige Inflation für möglich - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Banken verdienten gut daran, mehr Zinsen zu kassierten, als sie Kunden zahlten.
    • Doch die Differenz aus beidem, der Zinsüberschuss, schrumpft in der Zinsflaute.

    Deutsche-Bank-Vorstand Frank Strauss hat die Einführung von Gebühren für Girokonten verteidigt. «Der deutsche Markt normalisiert sich, überall führen Banken – auch die Direktbanken – Gebühren für Girokonten ein», sagte der Privatkunden-Vorstand und langjährige Postbank-Chef der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung». Es sei «vollkommen richtig», für Dienstleistungen im Bankgeschäft Geld zu verlangen. «Sie gehen ja auch nicht zum Friseur und sagen: Ich bezahle nichts.»

    Lange verdienten Geldhäuser gut daran, dass sie mehr Zinsen für Kredite kassierten, als sie Sparkunden zahlten. Doch die Differenz aus beidem, der Zinsüberschuss, schrumpft in der Zinsflaute. Hatten Finanzinstitute das Gratiskonto früher gezielt zur Kundenakquise eingesetzt, zwingen auch höhere Kosten und teure Filialen die Banken zum Umdenken.

    Bis 200'000 Kunden verloren

    Strauss sagte der Zeitung, die Bank habe zwischenzeitlich zwischen 100'000 und 200'000 Kunden verloren, weil die Postbank ihr Gratis-Konto abgeschafft habe. «Ausschlaggebend ist für uns aber nicht die Zahl der Kunden, sondern die Höhe der anvertrauten Einlagen, und die hat im gleichen Zeitraum zugenommen.» Die Zahl der Postbank-Kunden wachse inzwischen wieder. «Und die bezahlen mittlerweile für ihr Girokonto.»

    Die Deutsche Bank war 2008 bei der Postbank eingestiegen, inzwischen ist das Bonner Institut in den Deutsche-Bank-Konzern integriert. «Bis Ende 2018 werden wir 150 Postbank-Filialen weniger betreiben», sagte Strauss der Zeitung. Von 1000 bleiben dann noch 850 Zweigstellen. «Diesen Prozess haben wir nahezu abgeschlossen.»

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