Gebäude des Arboner Küchenbauers Forster geht an Transportfirma
Das Produktionsgebäude des zwischenzeitlich finanziell angeschlagenen Küchenbauers Forster wird an eine Ostschweizer Transportfirma verkauft. Giovanni Cerfeda als Inhaber der Forster Manufaktur AG, der Nachfolgefirma der Forster Swiss Home AG, ging leer aus.

Nach dem Abschluss eines internationalen Bieterverfahrens wird das Betriebsgebäude der ehemaligen Forster Swiss Home an der Egnacherstrasse 37 in Arbon an die Emil Egger AG in St. Gallen verkauft. Das Transport- und Kranunternehmen unterbreitete das wirtschaftlich beste Angebot, heisst es in einer Medienmitteilung einer Kommunikationsagentur vom Freitag.
Der Stahlküchenbauer Forster, damals noch Forster Swiss Home, war 2025 in finanzielle Schwierigkeiten geraten und hat sich auf Anfang 2026 neu aufgestellt. Die Neuaufstellung folgte auf eine tiefgreifende Restrukturierung im Jahr 2025.
Für die finanziell angeschlagene Forster Swiss Home wurde eine Auffanglösung umgesetzt. Eine neue Gesellschaft mit dem Aktionär und Verwaltungsrat Giovanni Cerfeda übernahm den Betrieb Mitte 2025. Die Firma nennt sich nun Forster Manufaktur AG. Giovanni Cerfeda ist Inhaber und Präsident des Verwaltungsrates.
Wie aus der Mitteilung vom Freitag hervorgeht, hatte sich Giovanni Cerfeda als Vertreter der Forster Manufaktur AG ebenfalls am Bieterverfahren beteiligt. Dass der Küchenbauer leer ausgeht, gefährde keine Arbeitsplätze.
«Die Emil Egger AG ist bereit, mit der heutigen Mieterin, der Forster Manufaktur AG, über den laufenden Mietvertrag hinaus eine Lösung zur Weiternutzung eines Teils der Flächen zu finden», heisst es im Communiqué. Die Produktion von Stahlküchen in dem Gebäude soll weiterhin möglich sein.
Dass er überboten wurde, habe er am Freitagmorgen aus den Medien erfahren, sagte Giovanni Cerfeda auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Er zeigte sich enttäuscht darüber, dass er den Zuschlag nicht erhielt. «Zur Miete zu sein ist sicher nicht das Gleiche, wie das Gebäude zu besitzen.»
Gleichzeitig ist Cerfeda zuversichtlich, im Gebäude an der Egnacherstrasse weiterhin produzieren zu können. Am Freitagmorgen habe er bereits kurz Kontakt mit der Emil Egger AG gehabt. Im August wolle man länger zusammensitzen. «Wir finden sicher einen Weg, wie wir die Fläche sinnvoll aufteilen und weiterhin Küchen produzieren können», so Cerfeda. Der aktuelle Mietvertrag laufe Mitte des nächsten Jahres aus.
Der Kaufpreis der Liegenschaft wird nicht kommuniziert. «Das Ergebnis des Bieterverfahrens wird den Interessen der Gläubiger ebenso gerecht wie jenen der Standortgemeinde und des heutigen Mieters», heisst es weiter.






