Für Klimageräte und Ventilatoren wird der Juni 2026 zum Rekordmonat

Keystone-SDA
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Zürich,

In der Schweiz sind Klimageräte und Ventilatoren in diesen heissen Tagen gefragt wie nie zuvor. Die Händler vermelden rekordhohe Verkäufe. Während sich die Lager leeren und Nachschub aus Asien fehlt, kündigt sich hierzulande die nächste Hitzeperiode an.

Heiss begehrt wegen Hitzetagen: Ventilatoren und Klimageräte stellten im Juni 2026 neue Verkaufsrekorde aus. Bei manchen Händler wird der Nachschub knapp. (Symbolbild)
Heiss begehrt wegen Hitzetagen: Ventilatoren und Klimageräte stellten im Juni 2026 neue Verkaufsrekorde aus. Bei manchen Händler wird der Nachschub knapp. (Symbolbild) - KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Im Juni seien so viele Geräte gegen die Hitze verkauft worden wie nie zuvor, heisst es beim Onlinehändler Digitec Galaxus in einer Mitteilung vom Donnerstag. Dabei wurden 38 Prozent mehr Klimaanlagen und 3 Prozent mehr Ventilatoren abgesetzt als im bisherigen Rekordmonat Juni 2025. Wären mehr Geräte verfügbar gewesen, hätten gar noch mehr verkauft werden können, so Galaxus.

Auch im gesamten ersten Halbjahr 2026 profitierte Galaxus vom Boom bei Klimageräten: Von Januar bis Juni wurden 36 Prozent mehr Klimaanlagen und 72 Prozent mehr Ventilatoren als in der Vorjahresperiode verkauft. «Klimaanlagen und Ventilatoren sind Emotionskäufe. Sobald die Hitze kommt, explodiert die Nachfrage», hält der Sortimentsverantwortliche Samuel Lea fest.

Andere Anbieter wie die E-Commerce-Gruppe Brack Alltron, der zu Coop gehörende Elektronikfachmarkt Interdiscount oder MediaMarkt Schweiz berichten ebenfalls über die sehr grosse Nachfrage nach Klimageräten. Bereits im Juni 2025 seien Rekorde gebrochen worden und nun habe man diesen Wert im letzten Monat um ein Mehrfaches übertroffen, schreibt Interdiscount auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP.

Die sehr hohen und lang anhaltenden Temperaturen hätten bei Brack Alltron «zu einem enormen Ansturm» auf Klimageräte und Ventilatoren geführt, fügt der Onlinehändler an. Im Rekordmonat Juni 2026 seien im Vergleich zum Vorjahr mehr als doppelt so viele Geräte verkauft worden, verglichen mit Juni 2024 seien die Umsätze gar siebenmal höher gewesen. Und im ersten Halbjahr erzielte Brack mit Klimageräten etwa zweieinhalb Mal so viel Umsatz wie in der Vorjahresperiode.

Eine erhöhte Nachfrage nach Produkten, die in Büros oder in den eigenen vier Wänden für Abkühlung sorgen, stellt auch der Elektronikriese MediaMarkt in der Schweiz fest. Im Juni hätten sich die Verkäufe gegenüber jenen des Vorjahresmonats vervierfacht, heisst es da auf Anfrage. Besonders gefragt seien leistungsstarke Standventilatoren sowie mobile Klimageräte.

Dabei scheinen sich die Kundinnen und Kunden auch von steigenden Preisen nicht vom Kauf von kühlenden Geräten abhalten zu lassen. Bei Galaxus etwa liegt der durchschnittliche Verkaufspreis für Klimageräte in diesem Jahr laut den Angaben bei 452 Franken nach 381 Franken im letzten Jahr. Und bei Ventilatoren kletterte der Durchschnittspreis um 5 auf jetzt 80 Franken.

Besonders das Preissegment zwischen 500 und 700 Franken legte zu, führt Samuel Lea aus. «Viele Leute haben begriffen, dass extreme Hitze im Sommer keine Ausnahme mehr ist, sondern die neue Normalität.» Sie investierten daher bewusst in leistungsfähigere Geräte, die sie über Jahre nutzen wollen.

Die starke Nachfrage nach Klimageräten dürfte so bald nicht abreissen, denn im Juli rechnen Meteorologen mit weiterhin hohen Temperaturen. Laut den Voraussagen dürfte das Thermometer vielerorts in der Schweiz an gewissen Tagen erneut über die 30-Grad-Marke klettern. Das Problem: In den Lagern der Händler fehlt es an Geräten.

Bei Galaxus heisst es dazu: «Die Lager bei den Herstellern und den Zwischenhändlern in Europa sind grösstenteils leer.» Und mit Nachschub aus Asien sei erst nach der Saison zu rechnen. Bei Brack sind laut den Aussagen fast alle Produkte ausverkauft, nur wenige Ventilatoren seien noch lieferbar.

Immerhin erwartet Brack bei bestimmten Modellen noch Lieferungen und es laufen Bemühungen, um bei Lieferanten noch Ware nachbestellen zu können. Auch in vielen Interdiscount-Filialen sind Klimageräte ausverkauft, dafür aber Ventilatoren weiterhin gut verfügbar, wie es heisst. Derzeit werde nach Möglichkeiten gesucht, um die Verfügbarkeit für die kommenden Wochen sicherzustellen. Je nach Produkt und Region sei aber mit verlängerten Lieferzeiten zu rechnen.

MediaMarkt Schweiz sieht sich gut aufgestellt, um die anhaltende Nachfrage zu bedienen. Doch auch da gibt es Lieferengpässe, vor allem bei besonders stark nachgefragten Modellen, wie es heisst. Dabei sei Energieeffizienz zu einem immer wichtigeren Kaufkriterium geworden und Kunden wollen leise laufende Geräte mit App-Steuerung oder Luftreinigung.

Kommentare

User #6408 (nicht angemeldet)

Wegen ein paar Tage. Drehen dumme Leute durch. Zahlt bitte mehr ein führ unsere Rettung für das klima. Bitte. LG die grünen.

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