Firmenkonkurse 2020 stark rückläufig

    Keystone-SDA
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    Zürich,

    Noch schlägt sich die Corona-Krise dank den Hilfsmassnahmen der Schweizer Regierung nicht in den Zahlen zu Firmenpleiten und Neugründungen nieder.

    Weniger Firmen mussten Konkurs anmelden (Symbolbild).
    Weniger Firmen mussten Konkurs anmelden (Symbolbild). - sda - KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Anzahl Konkurse lag im Jahr 2020 weit unter dem Vorjahresniveau.
    • Doch Experten befürchten, dass es viele sogenannte «Zombie-Firmen» geben könnte.

    Im Gesamtjahr 2020 kam es hierzulande nur zu 3811 Unternehmensinsolvenzen. Das sind 880 weniger als 2019.

    Im Vergleich zum Vorjahr fand der stärkste Rückgang der Unternehmensinsolvenzen bei den Handwerksbetrieben (-174 Fälle) und im Gastgewerbe (-124) statt, wie der Wirtschaftsinformationsdienst Bisnode D&B am Montag mitteilte. Ebenfalls weniger Konkurse gab es im Detailhandel (-68) und im Grosshandel (-66).

    Nicht zwangsläufig gute Nachrichten

    Gemäss dem Communiqué von Bisnode müssen das allerdings nicht zwangsläufig gute Nachrichten sein. Vielmehr sei es möglich, dass mit den staatlichen Corona-Unterstützungen sogenannte «Zombie»-Unternehmungen geschaffen worden seien.

    Gemeint sind Firmen, die ohne staatliche Finanzspritzen bereits in den Konkurs geschlittert wären. Der Zeitpunkt, an dem ihre Liquidität zu Ende gehe und eine Pleite nicht mehr abgewendet werden könne, sei jedoch vielleicht nur aufgeschoben worden, heisst es weiter.

    Im Jahr 2020 ging nicht nur die Zahl der Firmenpleiten zurück, auch die Zahl der Neugründungen stieg an. Insgesamt liessen Unternehmer 46'779 neue Firmen im Handelsregister eintragen, wie es im Communiqué weiter heisst. Dies sei eine Zunahme um fünf Prozent gegenüber 2019.

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