Fed erhöht Leitzins – Trump kritisiert den Zinsschritt
Die Fed erhöht den Leitzins erstmals seit 2023. Experten sehen darin ein Signal für Preisstabilität, während Trump die Entscheidung kritisiert.

Die US-Notenbank Fed hat den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 3,75 bis 4,00 Prozent angehoben. Der Schritt erfolgte angesichts der anhaltend hohen Inflation, wie die «Tagesschau» berichtet.
Seit Dezember 2025 hatte die Fed den Leitzins nicht verändert. Die letzte Erhöhung lag sogar bis Juli 2023 zurück.
Experten sehen in der Entscheidung ein Signal für die Glaubwürdigkeit der Notenbank. Laut der «Welt» erklärte VPBank-Chefvolkswirt Thomas Gitzel, der Zinsschritt sichere diese Glaubwürdigkeit.
Fed betont ihre Unabhängigkeit
Fed-Chef Kevin Warsh verteidigte die Entscheidung mit dem gesetzlichen Auftrag zur Preisstabilität. Gleichzeitig betonte er der «Tagesschau» zufolge die Unabhängigkeit der Notenbank.
Auch für die kommenden Monate zeichnet sich kein schneller Kurswechsel ab. Die Mehrheit der Fed-Mitglieder rechnet bis Ende 2026 mit einem weiteren Zinsschritt.
Für die Finanzmärkte bleiben neben den Zinsen auch Ölpreise und Unternehmensgewinne relevant. Die «Morningstar» verweist zudem auf Unsicherheiten rund um die hohen Investitionen in künstliche Intelligenz.
Trump fordert deutlich niedrigere Zinsen
US-Präsident Donald Trump hatte sich wiederholt für deutlich niedrigere Zinsen ausgesprochen. Laut der «Tagesschau» strebt er einen Leitzins von einem Prozent oder weniger an.
Nach der Entscheidung warf Trump der Fed vor, aus politischen Gründen gehandelt zu haben. Gleichzeitig erklärte er der «Welt» zufolge, weiterhin Vertrauen in Warsh zu haben.

Die Zinserhöhung wirkte sich auch auf die Aktienmärkte aus. Die «Morningstar» berichtet, dass hohe Ölpreise und mögliche weitere Zinsschritte weiterhin als Belastungsfaktoren gelten.












