Fast jeder vierte Beschäftigte in Europa ist Migrant

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    Genève,

    Die Rolle von Migranten in der Arbeitswelt wächst, besonders in Ländern mit hohen Einkommen.

    Arbeitsbevölkerung
    Der Anteil der Migranten an der Arbeitsbevölkerung ist in Europa sowie Nordamerika und den arabischen Staaten besonders hoch. (Symbolbild) - sda - KEYSTONE/TI-PRESS/SAMUEL GOLAY

    Migranten spielen in der Arbeitswelt vor allem in Ländern mit hohen Einkommen eine wachsende Rolle. In Nord-, Süd- und Westeuropa stieg der Anteil zwischen 2013 und 2022 auf 23,3 von 22,5 Prozent, wie die UN-Organisation für Arbeit (ILO) berichtet.

    Der Anteil der Migranten an der Arbeitsbevölkerung ist in Europa sowie Nordamerika und den arabischen Staaten besonders hoch. Das liege unter anderem an der dort alternden Bevölkerung. Migranten füllten Arbeitsplätze, wenn Menschen in Rente gehen, und gleichzeitig steige der Pflegebedarf für ältere Menschen.

    Mit Migranten sind alle Menschen gemeint, die in einem anderen als ihrem Heimatland arbeiten. Die ILO berücksichtigt sowohl Menschen mit Arbeitsvisum als auch Migranten, die ohne Papiere im Gastland arbeiten.

    Gut zwei Drittel waren Servicekräfte

    Gut zwei Drittel waren in der Serviceindustrie beschäftigt, verglichen mit rund der Hälfte in der heimischen Bevölkerung. Weltweit habe der Anteil der Migranten an allen Arbeitskräften 2022 bei 4,7 Prozent gelegen.

    Die Gesamtzahl aller weltweiten Migrantinnen und Migranten schätzt die ILO auf 284,5 Millionen. Rund 255,7 Millionen von ihnen sind älter als 15 und damit im arbeitsfähigen Alter gewesen. Im Arbeitsleben seien 167,7 Millionen Personen gewesen – 30 Millionen mehr als 2013.

    Die Arbeitslosenrate bei den Migranten lag mit 7,2 Prozent etwas höher als in der heimischen Arbeitsbevölkerung (5,2 Prozent). Gründe könnten nach ILO-Angaben unter anderem Sprachbarrieren sein, ebenso wie nicht anerkannte Ausbildungsabschlüsse oder auch Diskriminierung.

    Kommentare

    User #2994 (nicht angemeldet)

    Das kommt definitiv nicht gut.

    User #2352 (nicht angemeldet)

    Wenn fast jeder Vierte der Beschäftigten ein Migrant sein soll, sehen wir, dass wir die Migranten zum grössten Teil brauchen.

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