Brexit

    Experten warnen vor Brexit-Folgen für Hunderttausende Bürger

    Keystone-SDA
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    Grossbritannien,

    Vor dem Auslaufen einer wichtigen Frist haben Experten vor rechtlichen Problemen für Hunderttausende in Grossbritannien lebende EU-Bürger gewarnt.

    Glasgow Brexit
    Aussenansicht des Glasgower Fischmarktes in Blochairn, Glasgow, Schottland, Grossbritannien, 09. Dezember 2020. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Am 30. Juni endet die Antragsfrist für das sogenannte EU Settlement-Programm.
    • Dadurch hatten in Grossbritannien lebende EU-Bürger die gleichen Rechte wie die Briten.
    • Hunderttausende drohen abgeschoben zu werden.

    Am 30. Juni endet die Antragsfrist für das sogenannte EU Settlement-Programm, das in Grossbritannien lebenden EU-Bürgern weitgehend die gleichen Rechte sichern soll wie vor dem Brexit.

    «Alle, die sich bis zur Deadline nicht beworben haben, und keinen guten Grund für eine verspätete Bewerbung nachweisen können, werden sofort und unwiderruflich ihr Aufenthaltsrecht verlieren», heisst es in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht der Denkfabrik UK in a Changing Europe. Diese Menschen seien dann sogar gefährdet, abgeschoben zu werden. Hunderttausende könnten betroffen sein.

    Antragsberechtigt für das Programm sind EU-Bürger sowie Menschen aus Norwegen, Island, Liechtenstein und der Schweiz, die sich bereits vor Ende des vergangenen Jahres in Grossbritannien aufgehalten haben. Für besonders gefährdet, die wichtige Frist zu verpassen, halten die Experten ältere Menschen, Pflegekinder oder Obdachlose – also alle, denen entweder das rein digitale Antragsverfahren schwerfallen könnte oder denen gar nicht bewusst ist, dass sie sich nach dem Brexit auf einen neuen Status bewerben müssen.

    Ausserdem sei eine deutliche Schwachstelle, dass es kein Register über EU-Bürger in Grossbritannien gebe und die Regierung somit gar nicht prüfen könne, wie viele Menschen es im Land gebe, die sich prinzipiell bewerben müssten.

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