Darknet

    Datenpakete von Läderach im Darknet aufgetaucht

    Keystone-SDA
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    Zürich,

    Vor einem Monat wurde Läderach von Hackern angegriffen. Jetzt sind Datenpakete des Chocolatiers im Darknet aufgetaucht.

    Läderach
    Ex-Chocolatier Jürg Läderach steht in der Kritik. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Im Darknet sind Datenpakete von Läderach aufgetaucht.
    • Anfang September wurde der Chocolatier zum Opfer von Hackern.
    • Es wurde bereits vermutet, dass Daten abgeflossen sein könnten.

    Einen Monat nach einem Hackerangriff wurden Datenpakete von Läderach im Darknet entdeckt. Der Schweizer Chocolatier hat die Betroffenen gewarnt. Der Ransomware-Angriff Anfang September hatte bei Läderach anfänglich Produktion, Logistik und Administration beeinträchtigt.

    Innerhalb von zwei Wochen konnten aber alle ihre Arbeit wieder nahezu in vollem Umfang aufnehmen. Der Schweizer Chocolatier vermutete aber bereits, dass auch Daten abgeflossen sein könnten.

    Läderach beobachtet Situation weiter

    Dieser Verdacht hat sich nun bestätigt. Das Online-Nachrichtenportal «Inside-IT» hat laut einem Bericht vom Freitag mehrere Datenpakete vom Läderach-Netzwerk im Darknet gefunden. Diese wurden von der Ransomware-Bande Bianlian hochgeladen.

    Dabei handelt es sich laut den Cyberkriminellen um Business-Files. Wie etwa Management-Dokumente, Files zu Produktentwicklung und zukünftigen Projekten, weiter Budgetplanungen und -analysen sowie um technische Dateien.

    Solarwinds
    Ein Hacker in Aktion. (Symbolbild) - Keystone

    Wie Läderach auch gegenüber der Nachrichtenagentur AWP bestätigte, lässt sich aktuell noch nicht sagen, welche Daten konkret betroffen sind. Ein Sprecher sagte: «Wir werden die Situation – gemeinsam mit den involvierten Behörden – weiter beobachten und gegebenenfalls die Betroffenen erneut informieren.» Sämtliche Betroffenen seien unmittelbar über das Risiko einer unbefugten Veröffentlichung informiert wurden. Zudem sei eine Anlaufstelle im HR-Bereich eingerichtet worden.

    Läderach als erstes bekanntes Schweizer Unternehmen von Bianlian angegriffen

    Lösegeld hatte der Chocolatier keines bezahlt. «Während wir die spürbaren Auswirkungen des Cyberangriffs mittlerweile grösstenteils bewältigt haben, sind wir nun in der Nachbereitung und in der Planung von Sicherheits- und Sensibilisierungsmassnahmen, um uns für die Zukunft noch besser zu wappnen», erklärt die Medienstelle gegenüber dem Nachrichtenportal.

    Die meisten Opfer der Bande Bianlian befanden sich laut den Angaben bisher in den USA, Grossbritannien und Australien. Läderach ist das erste bekannte Schweizer Unternehmen, das von ihr angegriffen wurde.

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