Laut der CS dürften die Zahl der leerstehenden Wohnungen auch in diesem Jahr angestiegen sein. Aufgrund der guten Konjunktur aber wohl weniger schnell.
leerstehende Wohnungen
In der Schweiz dürfte laut einer Studie der Credit Suisse auch dieses Jahr die Zahl leerstehender Wohnungen gestiegen sein – aber langsamer als in den Vorjahren. (Archiv) - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Gesamtschweizerisch erwartet die CS eine Zunahme der leeren Wohnungen um 5,5 Prozent.
  • Grund für das langsame Wachstum sei die gute Konjunktur.
  • Es gebe weiterhin regionale Überangebote bei Mietwohnungen, wie die Credit Suisse schreibt

In der Schweiz dürfte auch dieses Jahr die Zahl leerstehender Wohnungen gestiegen sein – aber langsamer als in den Vorjahren. Das ergeben Hochrechnungen der Credit Suisse. Der Grund für den schwächeren Anstieg ist die gute Konjunktur.

Das Wirtschaftswachstum habe nicht nur zu einer Trendwende bei der Zuwanderung geführt. Es dürfte auch die inländische Wohnungsnachfrage entscheidend gestützt haben, schrieb die CS in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie.

Jährlich erfassen die Gemeinden per Stichtag 1. Juni die leerstehenden Wohnungen. In den sieben Kantonen, die ihre Zahlen bereits veröffentlicht haben, sind die Leerstände um 1,5 Prozent gestiegen. Im Vorjahr waren es noch 17 Prozent.

Ein geringerer Anstieg sei zuletzt 2012 beobachtet worden.

In ganzer Schweiz Zunahme von 5,5 Prozent

Gesamtschweizerisch erwarten die Ökonomen der Grossbank aber eine stärkere Zunahme der Leerwohnungen von 5,5 Prozent. In den sieben Kantonen hätten sich Angebot und Nachfrage anders als in den verbleibenden 19 Kantonen etwas angenähert, begründeten sie. Während die Nettozuwanderung etwas angestiegen sei, dürfte die Ausweitung des Wohnungsbestandes an Tempo verloren haben.

Die gesamtschweizerischen Leerstände veröffentlicht das Bundesamt für Statistik (BFS) im September. Die Credit Suisse hat hochgerechnet, dass dann etwa 4'000 zusätzliche Leerwohnungen ausgewiesen werden dürften. Im Vorjahr waren es noch doppelt so viele.

Insgesamt dürfte die offizielle Leerwohnungsziffer laut den Berechnungen der CS auf knapp 1,7 Prozent steigen von 1,62 Prozent. Das sei ein Wert, der zuletzt vor über 20 Jahren übertroffen worden sei.

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Insgesamt dürfte die offizielle Leerwohnungsziffer laut Credit Suisse auf knapp 1,7 Prozent steigen. - Keystone

Regionale Überangebote bei Mietwohnungen

Laut CS gibt es weiterhin regionale Überangebote bei Mietwohnungen. Auf der Suche nach Rendite und aufgrund mangelnder Verfügbarkeit von Bauland seien etliche Investoren ausgewichen: auch in Agglomerationsgemeinden und ländliche Regionen. Mitunter in solche, in denen das Nachfragepotential beschränkt sei, hiess es in der Studie.

Bei Mietwohnungen dürfte die Leerwohnungsziffer auf 2,65 Prozent von 2,5 Prozent geklettert sein. Beim Wohneigentum sei dagegen das Angebot der sinkenden Nachfrage gefolgt.

In den Schweizer Grosszentren – die ihre Leerwohnungsziffern bereits veröffentlicht haben – könne derweil von Überangeboten weiterhin keine Rede sein. In der Tendenz herrsche eine Wohnungsknappheit, die sich in den letzten Jahren leicht entspannt habe. Diese Entspannung habe sich dieses Jahr aber nicht fortgesetzt. Am knappsten seien leere Wohnungen in Zürich (0,14 Prozent) und Lausanne (0,36 Prozent).

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