Die Credit Suisse hat bei der Compliance-Organisation nach Überzeugung der Verantwortlichen klare Fortschritte erzielt. So sei die Grossbank heute viel proaktiver im Umgang mit den Regulatoren, sagte Chief Compliance Officers (CCO) Rafael Lopez Lorenzo.
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Das Logo der Credit Suisse. - Keystone
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Der Ton der Regulatoren habe sich entsprechend bereits geändert, gab sich Lopez am Dienstag am «Investor Deep Dive» in London überzeugt. Nicht zuletzt habe die CS die globalen Sanktionen gegen Russland «zeitig und effektiv» umgesetzt - Sanktionen, die in Geschwindigkeit und Ausmass wohl einzigartig gewesen seien.

Die Kosten für die Compliance dürften laut dem CCO im laufenden Jahr gut 500 Millionen Franken ausmachen, das seien 34 Prozent mehr als noch 2019. Die Anzahl Mitarbeitende sei im gleichen Zeitraum um 500 auf 2500 angestiegen. Die Credit Suisse befinde sich bezüglich der Kosten etwa im Industrieschnitt.

Die Compliance-Abteilung wolle sich auf Risiken und nicht auf Funktionen fokussieren, sagte Lopez. So seien zentrale Teams gebildet worden, die sich auf die verschiedenen Schlüsselrisiken fokussierten. Die Teams umfassten neben Bankern und Händlern auch Juristen oder Datenanalysten - 55 Prozent des Teams seien zudem weiblich. Man habe auch Doppelrollen stark zurückgenommen.

Insgesamt habe die Bank bezüglich Compliance bereits wichtige Schritte unternommen, gab sich Lopez ebenfalls überzeugt, der die Funktion vergangenen Oktober nach dem Ausscheiden der Risiko- und Compliance-Chefin Lara Warner übernommen hatte. «Ich glaube, dass die Veränderungen helfen, die Sicherheit der Bank zu gewährleisten.»

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