Der chinesische Huawei-Konzern trotzt Boykottaufrufen aus den USA und kann seine Geschäfte deutlich verbessern.
Huawei
Ein Huawei-Laden in Shanghai. - AFP/Archiv
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Das Wichtigste in Kürze

  • Unternehmen trotzt Druck aus den USA.

Das Telekommunikationsunternehmen verbuchte im ersten Halbjahr einen Umsatz von 401,3 Milliarden Yuan (etwa 52,3 Milliarden Euro). Das war ein Plus von über 23 Prozent verglichen mit den ersten sechs Monaten im vergangenen Jahr, wie der Konzern am Dienstag mitteilte.

Huawei lieferte ausserdem zwischen Januar und Ende Juni 118 Millionen Smartphones aus, ein Anstieg von etwa 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Huawei war im vergangenen Jahr der zweitgrösste Smartphone-Hersteller weltweit - hinter dem südkoreanischen Konkurrenten Samsung und vor dem iPhone-Hersteller Apple. Die Chinesen streben an, Samsung noch in diesem Jahr vom Thron zu stossen. Huawei ist zudem bereits der grösste Anbieter von Netzwerkausrüstung.

Der US-Regierung und vor allem Präsident Donald Trump ist der chinesische Konzern jedoch ein Dorn im Auge. Washington wirft dem Unternehmen vor, Sabotage und Spionage für die chinesische Regierung zu betreiben, indem es Hintertüren in seine Geräte einbaut. Huawei wies das immer wieder entschieden zurück.

Trump hatte im Mai US-Unternehmen per Dekret die Nutzung von Telekommunikationstechnik untersagt, die als Sicherheitsrisiko eingestuft wird. Huawei gilt als Hauptziel des Dekrets. Das US-Handelsministerium setzte Huawei samt Tochterfirmen zudem auf eine schwarze Liste von Unternehmen, an die US-Firmen nur mit behördlicher Erlaubnis Technologieprodukte verkaufen dürfen.

Am 20. Mai gewährte die US-Regierung Huawei allerdings einen dreimonatigen Aufschub. Daher könnten sich die eigentlichen Folgen der Sanktionen erst noch bemerkbar machen. Der derzeitige Huawei-Chef Liang Hua gestand bei der Vorstellung der Zahlen ein, der Druck aus den USA bereite «Schwierigkeiten» und habe seit Mai das Wachstum gebremst. Insgesamt seien die US-Aktionen aber «kontrollierbar».

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