Ceconomy: Media-Markt-Mutter kämpft gegen sinkende Umsätze

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    Deutschland,

    Die Elektronikhandelsholding Ceconomy kämpft weiter mit Rückgängen bei Umsatz und Ertrag. Die Erlöse schrumpften im zweiten Quartal des Geschäftsjahres weiter.

    Ceconomy
    Die Ceconomy-Aktie gewann zuletzt mehr als zehn Prozent auf knapp 4,14 Euro. Seit Jahresbeginn hat sie im Zuge der laufenden Übernahmefantasien rund 58 Prozent zugelegt. (Archivbild) - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das Elektronikhandelsholding Ceconomy sinkt weiter in die Krise.
    • Konzernchef Jörn Werner kündigt Sparmassnahmen an.

    Die Erlöse des Elektronikhandelsholding Ceconomy schrumpften im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2018/19 um 2 Prozent auf 5 Milliarden Euro.

    Grund dafür sei auch das in diesem Jahr spätere Oster-Geschäft, teilte die Media-Markt-Mutter Ceconomy mit. Vor allem in der Schweiz und in Südeuropa ging das Geschäft zurück.

    Ein Sparprogramm soll Besserung bringen. «Ceconomy befindet sich in einem tiefgreifenden Umbruch, der auch die geschäftliche Entwicklung beeinflusst», sagte der neue Chef Jörn Werner.

    Media Markt Ceconomy
    Ceconomy ist der Mutterkonzern von Media Markt. - dpa

    Unter dem Strich schrieb der Konzern einen knappen Gewinn von 14 Millionen Euro. Das nach einem Verlust von 109 Millionen Euro vor Jahresfrist. Damals hatten Abschreibungen auf den von Ceconomy gehaltenen Metro-Anteil das Ergebnis belastet.

    Ceconomy: Konzernchef Werner tritt auf Kostenbremse

    MediaMarktSaturn steuert nun auf harte Einschnitte zu. Der seit März amtierende neue Konzernchef Werner tritt auf die Kostenbremse. Hunderte von Stellen – vor allem in der Ingolstädter Zentrale der Elektronikhandelskette - sollen wegfallen.

    Ab dem Geschäftsjahr 2020/21 sollen 110 bis 130 Millionen Euro gespart werden. Zunächst kostet das Programm aber: Im laufenden Geschäftsjahr werden dafür rund 170 Millionen Euro anfallen. «Mit der Reorganisation werden wir viel schneller, agiler und fokussierter agieren», hatte der MediaMarktSaturn-Chef Ferran Reverter angekündigt.

    Gegenwind durch Amazon & Co.

    Ceconomy war im Sommer 2017 in die Unabhängigkeit gestartet, der damalige Metro-Konzern wurde aufgespalten. «Das Beste kommt erst noch – für unsere Kunden und Aktionäre», hatte der damalige Chef Pieter Haas versprochen. Doch es folgten Pleiten, Pech und Pannen.

    Haas nahm nach mehreren Gewinnwarnungen seinen Hut. Media Markt und Saturn stehen in erbittertem Wettbewerb mit Online-Händlern wie Amazon. Aber auch hausgemachte Probleme belasteten die Ketten.

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