Börsen unter Druck – Ölpreis steigt, Kering stürzt ab
Steigende Ölpreise und Sorgen um KI-Investitionen belasten Europas Börsen. Kering verliert nach schwachen Gucci-Zahlen mehr als elf Prozent.

Europas Börsen sind am Freitag, 23. Oktober 2026, unter Druck geraten. Höhere Energiepreise, geopolitische Spannungen und Verluste bei Technologieaktien belasteten die Märkte, wie die «Euronews» berichtet.
Der europaweite Aktienindex Stoxx 600 verlor im frühen Handel 0,4 Prozent. DAX, CAC 40 und FTSE 100 verloren zeitweise 0,5, 0,8 beziehungsweise 0,3 Prozent.
Die Nordseesorte Brent verteuerte sich am Freitagmorgen um 0,9 Prozent auf 114,73 Dollar je Barrel. Die US-Sorte WTI stieg um 1,3 Prozent auf 100,75 Dollar.
Ölrisiken und schwache Gucci-Zahlen belasten die Börsen
Hinter dem Preisanstieg stehen Sorgen über eine militärische Eskalation im Nahen Osten. Angriffe in Saudi-Arabien und Huthi-Spannungen schüren Sorgen um die globale Energieversorgung
Zusätzlich verteuern höhere Frachtraten den Öltransport. Laut dem «MarketScreener» kostete der Öltransport nach Asien Mitte Oktober über 37 Dollar je Barrel.
Besonders stark verlor die Aktie des französischen Luxusgüterkonzerns Kering. Die Aktie verlor zeitweise zwölf Prozent, da Guccis Quartalszahlen enttäuschten.
Gucci-Umsätze sinken, KI-Aktien geraten an den Börsen weiter unter Druck
Laut der «Euronews» sanken die vergleichbaren Gucci-Umsätze im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um sechs Prozent. Der Rückgang fiel damit etwas stärker aus als von Analysten erwartet.
Auch der Technologiesektor stand unter Druck. Am Donnerstag verlor der US-Index S&P 500 dem «MarketScreener» zufolge 1,2 Prozent, während der Nasdaq Composite um 2,6 Prozent nachgab.
Meta verlor rund sieben Prozent, Nvidia gab 4,4 Prozent nach und der Cloud-Anbieter CoreWeave fiel um 10,1 Prozent. Anleger zweifeln zunehmend daran, ob die hohen Investitionen in KI-Infrastruktur künftig ausreichend hohe Gewinne abwerfen.
ATX verliert deutlich, Anleger setzen auf sichere Staatsanleihen an den Börsen
Der österreichische Leitindex ATX hatte bereits in der vorangegangenen Handelssitzung deutlich verloren. Laut dem «ORF» sank er um 4,6 Prozent auf 6263,95 Punkte.
Auch an den Anleihemärkten blieb die Lage angespannt. Französische Staatsanleihen rentierten mit 5,07 Prozent, deutsche mit 3,33 Prozent, wie die «Euronews» berichtet.

In den USA sank die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen am Donnerstag auf 4,97 Prozent. Anleger suchten angesichts der Verluste bei KI-Aktien verstärkt Sicherheit in US-Staatsanleihen.












