BioNTech verstärkt sich bei Krebstherapien - Zukauf in den USA

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    Das Mainzer Biotechunternehmen BioNTech verstärkt sich im Bereich der Krebsimmuntherapien mit einem Zukauf in den USA. Von Kite Pharma, einer Tochter des amerikanischen Biotechkonzerns Gilead, übernimmt Biontech eine Produktionsstätte in Gaithersburg im US-Bundesstaat Maryland, wie die Gesellschaft am Montag mitteilte.

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    Biontech mit Hauptsitz in Mainz. - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Sie soll die bestehende Zelltherapie-Produktionsstätte in Idar-Oberstein ergänzen und die Entwicklung von Krebsarzneien in diesem Feld beschleunigen.

    Dafür kauft Biontech auch eine Forschungs-Plattform für TCR-Zelltherapien von Kite. Finanzielle Details wurden nicht genannt.

    Biontech hatte bereits im vergangenen Jahr die US-Firma Neon Therapeutics für 67 Millionen Dollar gekauft, um seine Position bei T-Zelltherapien auszubauen. Das Mainzer Biotechunternehmen ist inzwischen vor allem für seinen Covid-19-Impfstoff bekannt, wurde aber mit dem Ziel gegründet, individualisierte Krebstherapien zu entwickeln. Die am weitesten vorangeschrittene Krebsarznei von Biontech in Zusammenarbeit mit der Roche-Tochter Genentech befindet sich in der zweiten von drei Phasen der klinischen Entwicklung.

    TCR-Therapien gehören zu den Krebsimmuntherapien, die darauf abzielen, das körpereigene Abwehrsystem so zu aktivieren, dass es Krebszellen erkennen und zerstören kann. Ärzte entnehmen dem Patienten bei dieser Therapie T-Zellen des Immunsystems, verändern sie genetisch mit dem Ziel, dass sie die Krebszellen als feindlich erkennen, und verabreichen sie dem Patienten zurück. Auf diesem Gebiet forschen auch Unternehmen wie Bayer, Novartis oder Johnson & Johnson.

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