Biontech setzt auf Entwicklung von Krebsmedikamenten

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    Deutschland,

    Umsatz und Gewinn schrumpfen beim Impfstoffhersteller Biontech. Das Unternehmen setzt in seinem Übergangsjahr auf die Entwicklung von Krebsmedikamenten.

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    Gewinn von Biontech sinkt. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Biontech verbuchte im ersten Quartal einen deutlichen Rückgang der Erlöse und des Gewinns.
    • Der Impfstoffhersteller setzt nun vor allem auf Entwicklung von Krebsmedikamenten.
    • Ein verbesserter Covid-19-Impfstoff wird auch vorbereitet.

    Umsatz und Gewinn schrumpfen erwartungsgemäss beim Impfstoffhersteller Biontech. Die Mainzer setzen in ihrem Übergangsjahr neben der Optimierung des Covid-19-Impfstoffs vor allem auf die Entwicklung von Krebsmedikamenten.

    Der Impfstoffhersteller Biontech bereitet für den Herbst einen verbesserten Covid-19-Impfstoff vor und weitet seine Entwicklung von Therapien gegen Krebs aus.

    Vorstandschef Ugur Sahin berichtete am Montag in Mainz: «Wir haben wesentliche Fortschritte gemacht und bereiten den Beginn unserer ersten klinischen Phase-3-Studie im Bereich Onkologie vor.» Klinische Studien liefen auch für Impfstoffe gegen Gürtelrose und Tuberkulose.

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    Gründer von Biontech Ugur Sahin. (Archivbild) - AFP/Archiv

    Biontech erwartet Zunahme von kommerziellen Bestellungen

    Eine Phase-3-Studie ist für die Zulassung eines Medikaments entscheidend. Sie prüft die Wirksamkeit eines Präparats und beinhaltet gewöhnlich deutlich mehr Teilnehmer als vorangegangene Studien.

    Bei der Weiterentwicklung des Covid-19-Impfstoffs liefen die Vorbereitungen, um bei Bedarf einen variantenangepassten Impfstoff bereitzustellen, sagte Sahin. Der Wirkstoff der nächsten Generation soll zudem vor einer schweren Covid-19-Erkrankung schützen.

    Der Biontech-Mitgründer rechnet künftig mit einer saisonalen Nachfrage nach Covid-19-Impfstoff. Nachdem es in den vergangenen Jahren vor allem um Verträge mit Regierungen gegangen sei, dürften nun kommerzielle Bestellungen zunehmen.

    Deutlicher Rückgang im ersten Quartal

    Die erwarteten Umsätze würden sich dadurch deutlich in die zweite Jahreshälfte verschieben. In den ersten drei Monaten des Jahres verbuchte Biontech wegen dieser Entwicklung einen deutlichen Rückgang der Erlöse und des Gewinns.

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    Die Zentrale von Biontech in Mainz. (Archivbild) - AFP

    Der Umsatz lag nach Unternehmensangaben im ersten Quartal bei 1,27 Milliarden Euro nach 6,37 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn ging von 3,69 Milliarden auf 502 Millionen Euro zurück.

    Die finanzielle Entwicklung im ersten Quartal liege in den Erwartungen des Managements, sagte Finanzvorstand Jens Holstein. Der Impfstoffhersteller hatte bereits bei der Präsentation seiner Jahreszahlen dieses Jahr als eine Art Übergangsjahr bezeichnet.

    Der Vorstand bestätigte die Prognose für das Gesamtjahr, Erlöse von rund fünf Milliarden Euro mit Covid-19-Impfstoffen zu erzielen. Die Investitionsausgaben in Forschung und Entwicklung sollen sich im laufenden Jahr auf bis zu 2,6 Milliarden Euro belaufen. Der Aufbau einer Vertriebsorganisation für Onkologieprodukte in diesem und nächstem Jahr sei in den USA und der EU geplant.

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