Bernina plant Produktionsverlagerung nach Thailand

Maja Bojic
Maja Bojic

Bodensee,

Der Nähmaschinenhersteller Bernina plant eine Teilverlagerung der Produktion von Steckborn nach Thailand.

Bernina Thailand
Bernina denkt über eine Teilverlagerung der Produktion von Steckborn nach Thailand nach. (Archivbild) - keystone

Der Nähmaschinenhersteller Bernina denkt über eine Teilverlagerung der Produktion von Steckborn nach Thailand nach, wie «SRF» berichtet. Betroffen wären demnach maximal 40 der 334 Mitarbeitenden am Schweizer Hauptsitz.

Ein Grund dafür sind die hohen US-Zölle unter Präsident Trump, die das Unternehmen stark belasten. Rund 70 Prozent des Umsatzes stammen aus den USA.

Kannst du nähen?

Bereits wurden Preiserhöhungen für die amerikanischen Kunden notwendig. Zudem verschärft der starke Franken die wirtschaftliche Lage des Nähmaschinenherstellers.

Bernina setzt auf Thailand – Schweiz behält Prototypen und Logistik

Bernina betreibt seit 1990 ein Werk in Lamphun, Thailand, in dem Maschinen des mittleren Segments hergestellt werden. Das Werk steht unter Schweizer Leitung, die Qualität der Produkte soll laut «Swissthai» aber hoch bleiben.

Die Mitarbeitenden wurden über die Pläne informiert, berichtet «SRF». Bis zum 11. Februar läuft ein Konsultationsverfahren.

Der Prototypenbau und die Logistik bleiben aber weiterhin am Schweizer Standort Steckborn. Weltweit beschäftigt Bernina über 1200 Personen.

Bernina verlagert Produktion nach Asien – US-Zölle als Auslöser

Die Verlagerung der Produktion soll laut Bernina die Profitabilität des Unternehmens sichern. Experten sehen die hohen US-Zölle als Hauptauslöser für den Schritt.

Bernina Thailand
Mit der Produktionsverlagerung nach Thailand will Bernina die Profitabilität sichern. (Archivbild) - keystone

Bernina International AG hat die Pläne in einer offiziellen Medienmitteilung bestätigt. Dem Unternehmen zufolge ist der Trend, Teile der Produktion nach Asien zu verlagern, nicht neu.

Schon in der Vergangenheit hat Bernina verstärkt auf internationale Standorte gesetzt, um Kosten zu optimieren. Die Entscheidung spiegelt die wachsende Bedeutung asiatischer Märkte für den Nähmaschinenhersteller wider.

Mehr zum Thema:

Kommentare

User #5020 (nicht angemeldet)

Wer kauft heute noch eine teure Bernina Nähmaschine, wenn Lidl und Aldi eine für 39.-- verkaufen?

User #2468 (nicht angemeldet)

Die Bequemlichkeit der Schweiz, dass man sich nur auf ein Land verlässt. Ist das als Firma nicht zu wenig durchdacht ?

Weiterlesen

4 Interaktionen
Zentralschweiz
5 Interaktionen
Bern
Zoll-Deal
562 Interaktionen
SVP: Grosser Erfolg

MEHR AUS THURGAU

Frauenfeld
Gefängnis Gorgier
13 Interaktionen
Frauenfeld TG
Volley Amriswil
Volleyball