Berner Loeb-Filiale wegen längerer Öffnungszeiten in der Kritik
Die Gewerkschaft Unia kritisiert die Berner Loeb Filiale, dass sie längere Ladenöffnungszeiten durch die Hintertüre durchzudrücken versuche. Dazu tarne das Warenhaus die um eine Stunde verlängerte Öffnungszeit am Samstag als Veranstaltung.

Im Jahr 2023 wurde in der Stadt Bern ein Versuch mit längeren Ladenöffnungszeiten gestartet. Damit galten an Samstagen und vor Feiertagen Öffnungszeiten bis 18 Uhr anstatt wie vorher bis 17 Uhr.
Doch die Ergebnisse des Versuchs fielen eher flau aus. Der Kanton verzichtete daraufhin auf eine Ausdehnung der Ladenöffnungszeiten. Ab Anfang 2026 sollten demnach wieder die alten Zeiten gelten.
Unter dem Titel «Event'O'Clock» öffne das Warenhaus am Samstag bis 18 Uhr, hält die Unia fest. Von einer Veranstaltung könne keine Rede sein. Eine solche wäre zeitlich, inhaltlich und örtlich abgrenzbar.
Stattdessen sei die Filiale vollständig geöffnet und das gesamte Sortiment werden regulär verkauft. Auch finde das Format wiederkehrend statt.
Die Gewerkschaft sieht darin einen Verstoss gegen das Handels- und Gewerbegesetz. Die Beschäftigten hätten beim Versuch die längeren Öffnungszeiten klar abgelehnt. Auch auf Seiten der Arbeitgebenden sei die Bilanz sehr durchzogen ausgefallen.

Schliesslich sei nicht nur das Verkaufspersonal von den längeren Öffnungszeiten betroffen, sondern auch das Sicherheits- und Reinigungspersonal, hält die Gewerkschaft weiter fest. Loeb müsse daher seine widerrechtliche Praxis ändern, so die Forderung.
Eine Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vom Montag liess Loeb bis am Dienstagmorgen unbeantwortet.






