Glyphosat

    Bayer muss in Glyphosat-Fall deutlich weniger zahlen

    Keystone-SDA
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    USA,

    Der Pharmakonzern Bayer muss weniger zahlen im Rechtsstreit um den Unkrautvernichter Roundup.

    Bayer
    Die Probleme rund um den glyphosathaltigen Unkrautvernichter Roundup hatte Bayer sich 2018 mit der Übernahme der US-Firma Monsanto ins Haus geholt. Foto: Reed Saxon/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

    Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer muss in einem Rechtsstreit um den glyphosathaltigen Unkrautvernichter Roundup deutlich weniger zahlen. Ein Gericht in Philadelphia reduzierte den von Geschworenen dem Kläger zugesprochenen Schadenersatz von 2,25 Milliarden Dollar auf 400 Millionen Dollar, wie aus Gerichtsunterlagen am späten Dienstag hervorging. Dies war bislang die höchste Schadenersatzsumme seit Beginn der Prozesse um den Unkrautvernichter Roundup im Jahr 2018.

    Bayer kündigte nun dennoch an, Berufung einzulegen. «Obwohl das Gericht die verfassungswidrig hohe Schadensersatzsumme reduziert hat, sind wir mit der Entscheidung des Gerichts in der Sache nicht einverstanden», teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Das Verfahren sei von gravierenden Fehlern geprägt gewesen. Diese könnten und müssten korrigiert werden.

    Weiterhin Widerstand trotz Reduzierung

    Des Weiteren verweist Bayer darauf, dass der Konzern sich in 14 der jüngsten 20 Fälle vor Gericht durchgesetzt habe. Zudem seien die meisten Klagen beigelegt worden, hiess es weiter. Die Probleme rund um den glyphosathaltigen Unkrautvernichter Roundup hatte Bayer sich 2018 mit der über 60 Milliarden Dollar teuren Übernahme der US-Firma Monsanto ins Haus geholt. Im selben Jahr folgte ein erstes Urteil gegen das Dax-Unternehmen.

    Das setzte in den USA eine Klagewelle in Gang. 2020 legte Bayer ein milliardenschweres Programm auf, um den Grossteil der Klagen ohne Haftungseingeständnis beizulegen. Ein guter Teil der Klagen ist abgearbeitet, gleichwohl bleiben Risiken. Ende Januar waren noch rund 54'000 von circa 165'000 Fällen offen. Die Glyphosat-Klagewelle hat Bayer schon 13 Milliarden Euro gekostet. Die Rückstellungen beliefen sich Ende 2023 auf 6,3 Milliarden Dollar.

    Kommentare

    User #4694 (nicht angemeldet)

    Wie heisst es doch immer so schön : “ Geld hat so bestechende Eigenschaften .”

    Nicole

    Für die einen ist Rounup ein Segen, es ist und bleibt aber Gift. Auch viele Häuslebesitzer benutzen es, statt zu Jäten.

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