Bayer begrüsst Glyphosat-Einschätzung von US-Umweltbehörde

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Deutschland,

In der Debatte über das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat hat der Bayer-Konzern Rückendeckung von der US-Umweltbehörde EPA bekommen.

Glyphosat
Laut libanesischem Landwirtschaftsminister wurde ein stark konzentriertes Herbizid versprüht. Bild: Glyphosat-Einsatz auf einem Feld in Frankreich. - afp

Das Wichtigste in Kürze

  • EPA hält Unkrautvernichter bei sachgerechter Anwendung für unbedenklich.

«Wir begrüssen die aktuelle Entscheidung der EPA zu glyphosat-basierten Herbiziden», erklärte der Chemie- und Agrarkonzern, der 2018 den US-Glyphosathersteller Monsanto übernommen hatte, am Freitag in Leverkusen.

Die EPA hatte zuvor bekräftigt, dass sie nach einer erneuten Überprüfung des seit 1974 in den USA zugelassenen Herbizids im Januar weiterhin zu dem Schluss gelange, dass von Glyphosat bei sachgemässer Anwendung «keine bedenklichen Risiken für die menschliche Gesundheit» ausgingen. Zudem sei eine krebsauslösende Wirkung auf Menschen «unwahrscheinlich».

Bayer erklärte, diese Entscheidung entspreche «der langjährigen Bewertung führender internationaler Gesundheitsbehörden, dass diese Produkte sicher sind und Glyphosat nicht krebserregend ist». Die «wissenschafts-basierte Bewertung durch das Expertenteam der EPA spiegelt einen sehr hohen Standard wider, der von Aufsichtsbehörden und Wissenschaftlern auf der ganzen Welt respektiert wird», teilte der für das Agrargeschäft zuständige Vorstand Liam Condon mit.

Bayer steht seit der Monsanto-Übernahme unter Druck. Denn Monsanto ist in den USA mit zahlreichen Klagen konfrontiert, in denen die Kläger glyphosathaltige Mittel für ihre Krebserkrankungen verantwortlich machen. Bayer legte gegen erste Gerichtsentscheidungen in diesen Fällen stets Berufung ein und sieht die Produkte bei korrekter Anwendung als nicht gesundheitsgefährdend an. Möglich ist, dass Bayer in den USA einen Vergleich mit den Klägern erzielt.

Die Frage, ob Glyphosat eine krebsauslösende Wirkung hat, sorgt immer wieder für Diskussionen. Die US-Umweltbehörde EPA war bereits in der Vergangenheit ebenso wie auch die Aufsichtsbehörden in der EU und Deutschland zu dem Schluss gelangt, dass von Glyphosat keine Krebsgefahr ausgehe. Dagegen konstatierte die zur Weltgesundheitsorganisation WHO gehörende Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) 2015, dass Glyphosat «wahrscheinlich krebserregend bei Menschen» sei.

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