Bankiervereinigung will günstigen Rahmen für Schweizer Stablecoin
Ein Franken-Stablecoin sollte nach Ansicht der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg) aus der Schweiz kommen. Das Land müsse die günstigen Rahmenbedingungen dafür in der anstehenden Revision des Finanzinstitutsgesetzes (Finig) schaffen.

Mit der anstehenden Gesetzesrevision stehe die Schweiz vor einer Richtungsentscheidung, sagte SBVg-Chefökonom Martin Hess am Donnerstag bei der Präsentation eines neuen «Vertiefungspapiers» des Branchenverbands. «Die Frage lautet längst nicht mehr, ob wir uns in der Schweiz mit Stablecoins befassen müssen, sondern wie wir sie gestalten.»
Für einen einheimischen Emittenten von Franken-Stablecoins sprächen Sicherheits- wie auch Stabilitätsüberlegungen, so die SBVg. Der Stablecoin dürfe deshalb nicht an Hürden scheitern, die «heimische Anbieter gegenüber der ausländischen Konkurrenz benachteiligen», betonte Hess.
Nicht zuletzt verlangt die Bankiervereinigung, dass Banken Stablecoins direkt ausgeben dürfen. Der Gesetzesentwurf des Bundesrats sieht dagegen die Gründung separater Tochtergesellschaften vor. Lockerungen regt der Branchenverband auch bei den Unterlegungspflichten für die Stablecoins an.
Bezüglich der in der Schweiz derzeit sehr restriktiven Geldwäschereivorschriften für Stablecoin-Herausgeber fordert der Branchenverband vor allem eine Abstimmung mit den Regeln in anderen Währungsräumen. Die hiesigen Vorgaben müssten «risikobasiert sowie technisch machbar ausgestaltet» sein.
Der Bundesrat hatte im Oktober 2025 eine Änderung des Finanzinstitutsgesetzes in die Vernehmlassung geschickt, in welcher er die Rahmenbedingungen für Stablecoins verbessern will. Eine Botschaft an das Parlament wird nun im kommenden Jahr erwartet.






