Arbeitslosenquote

Arbeitslosenquote minimal gesunken im April

Keystone-SDA
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Bern,

Die Arbeitslosigkeit hat in der Schweiz im April leicht abgenommen: Die Arbeitslosenquote ging minimal zurück. Um saisonale Faktoren bereinigt, blieb die Quote jedoch unverändert.

Die Zahl der Stellensuchenden ist im April im Vergleich zum Vormonat zurückgegangen, und es gab auch weniger offene Stellen bei den RAV. (Symbolbild)
Die Zahl der Stellensuchenden ist im April im Vergleich zum Vormonat zurückgegangen, und es gab auch weniger offene Stellen bei den RAV. (Symbolbild) - KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

Der Schweizer Arbeitsmarkt hat sich im April robust gezeigt. Die Arbeitslosenquote ging minimal zurück. Bei den IT-Problemen des Bundes gebe es «deutliche Verbesserungen».

«Seit Februar geht die Arbeitslosenquote leicht zurück», sagte Jérôme Cosandey, Leiter der Direktion für Arbeit beim Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco), am Donnerstag an einer Online-Medienkonferenz. Konkret sank die Arbeitslosenquote im April um 0,1 Prozentpunkte auf 3,0 Prozent.

Die Arbeitslosigkeit nimmt in der Tendenz ab, wenn es wärmer wird – weil es zum Beispiel auf dem Bau mehr Arbeit gibt. Um diese Faktoren berücksichtigt, verharrte die Arbeitslosenquote seit Februar bei 3,0 Prozent.

Insgesamt waren Ende April laut dem Seco in den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) 142'902 Personen als arbeitslos gemeldet. Das waren 3353 weniger als im März.

Noch kaum Einfluss durch Iran-Krieg

Laut dem Seco lässt sich momentan noch kein direkter Einfluss des Iran-Kriegs aus den Zahlen herauslesen. «Konjunkturelle Verlangsamungen schlagen aber in der Regel mit einer Verzögerung von mehreren Monaten auf den Arbeitsmarkt durch, womit mit direkten Reaktionen auch nicht zu rechnen war», heisst es auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP.

Mit Blick nach vorn könnte etwa der Tourismus direkt durch höhere Treibstoffpreise beeinträchtigt werden. Dabei gelte es immer auch, mögliche Umlenkungseffekte der Touristenströme zu berücksichtigen. «Auch hierbei ist es aber zu früh, um in den Arbeitsmarktdaten bereits allfällige Effekte zu erkennen», so das Seco.

Schweizer Firmen relativ widerstandsfähig

Die Schweizer Unternehmen hätten sich grundsätzlich relativ widerstandsfähig gezeigt, meinte Cosandey. So seien sie weniger von strukturellen Veränderungen betroffen wie zum Beispiel die Firmen im Autosektor in Deutschland, die zuletzt viele Stellen abbauen mussten.

Mit einem Wert von 3,0 Prozent liege die hiesige Arbeitslosenquote aber noch immer leicht über dem Durchschnittswert von 2,8 Prozent des Vorjahres, sagte der Leiter der Direktion für Arbeit. Im Vergleich zur Coronapandemie und der Finanzkrise 2008 sei der Arbeitsmarkt aktuell aber robuster.

Auch bei der Kurzarbeit zeigt sich ein gemischtes Bild. So sind die Voranmeldungen auf Kurzarbeit im März und April zwar gesunken, die Anmeldungen sind über die letzten drei Jahre hinweg betrachtet aber auf erhöhtem Niveau.

Mit den Auszahlungen auf Kurs

Weiter verbessert hat sich die Lage betreffend der Auszahlung von Arbeitslosengeldern. Das zu Jahresbeginn eingeführte Auszahlungssystem Asal 2.0 hatte im Januar und Februar zu Verzögerungen geführt. «Wir sind mit den Auszahlungen nun auf Kurs», sagte Cosandey.

Um die Neuanmeldungen abzuarbeiten, müssten die Mitarbeitenden der Arbeitslosenkassen zwar teilweise weiterhin Überstunden leisten, sagte er. Seit Anfang April gebe es aber «deutliche Verbesserungen bei Geschwindigkeit». Ausserdem würden die Kassen laufend neues Personal rekrutieren.

Kommentare

User #2468 (nicht angemeldet)

Dazu würde auch eine Statistik gehören, wieviele Ausgesteuert werden, weil es schon ab 50 schwierig wird, eine Stelle zu finden. Auch darum für mich ein JA zur Initiative. Wenn Firmen nicht mehr so leicht auf billigere Arbeiter ausweichen können, hätten die Älteren mehr Chancen, dass sie nicht ersetzt werden.

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