AMS will Osram von der Börse nehmen

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Österreich,

Mehrheitsaktionär AMS will Osram von der Börse nehmen und hat den anderen Aktionären im Zuge dessen ein Kaufangebot für ihre Anteile gemacht.

AMS Osram
AMS Osram verkauft seine Sparte für CMOS‑Bildsensoren an die kalifornische Autotech‑Firma Indie Semiconductor. (Archivbild( - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Mehrheitsaktionär AMS will Osram von der Börse nehmen.
  • Den Aktionären von Osram wurde nun ein Kaufangebot auf dem gesetzlichen Minimum gemacht.

Der österreichische Mehrheitseigentümer AMS will den Münchener Leuchtmittelkonzern Osram von der Börse nehmen. Zu diesem Zweck unterbreitete AMS am Montag ein Kaufangebot an die verbliebenen Eigentümer, die etwa 28 Prozent der Aktien halten.

Der Sensorhersteller bietet 52,30 Euro pro Aktie, wie das Unternehmen in Premstätten mitteilte. Die Aktionäre hätten voraussichtlich vom 21. Mai bis zum 18. Juni Zeit, das Angebot anzunehmen.

Der Preis stellt allerdings nur das gesetzliche Minimum für ein sogenanntes Delisting-Angebot dar, wie der Chiphersteller selbst einräumte. Die Österreicher wollen Osram unabhängig davon von der Börse nehmen, wie viele Aktionäre das Angebot annehmen. Der Aufschlag zum Schlusskurs vom Montag von 51,95 Euro ist doch eher mager.

AMS hatte Osram im Jahr 2019 nach langem Ringen übernommen. Ein erstes Übernahmeangebot verfehlte die Annahmeschwelle, das zweite drohte an Hedgefonds zu scheitern. Doch im Dezember meldeten die Österreicher dann, dass sie das Ziel von 55 Prozent der Anteile erreicht hätten.

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