Alle Zeichen deuten auf Erholung
Die Schweizer Wirtschaft erholt sich von der Corona-Pandemie. Die Zahlen des Einkaufsmanagerindex stimmen zuversichtlich.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Stimmung der Schweizer Wirtschaft bleibt im Juni gut.
- Alle Zeichen und Zahlen deuten auf eine Erholung hin.
- Jedoch bleiben die Einkaufspreise hoch.
Während sich der Einkaufsmanagerindex im Juni in der Industrie auf hohem Niveau eingependelt hat, hat er sich im Dienstleistungssektor verbessert. In der Industrie ist der Einkaufsmanagerindex (PMI) vom Höchststand im Vormonat Mai leicht zurückgekommen.
Im Juni lag der Wert saisonbereinigt gerundet 3,1 Punkte tiefer bei 66,7 Zählern, teilte die Credit Suisse am Donnerstag mit. Die Bank berechnet den Index zusammen mit dem Branchenverband Procure.ch.
Der Index misst, wie optimistisch die Einkaufsmanager auf die zukünftige Wirtschaftsentwicklung blicken. Werte von über 50 Punkten deuten auf Wachstum hin. Auf dem Höhepunkt der Coronakrise im letzten Frühling war der Index bis auf 41,2 Punkte abgesackt.
Dritthöchster je gemessener Wert
Der Juni-Wert sei immer noch der dritthöchste je gemessenen Monatswert in der Industrie, heisst es weiter. Zum Rückgang beigetragen hätten die weniger hohen Werte der Subkomponenten «Produktion», «Lieferfristen» und «Auftragsbestand».
Insgesamt sei zu erwarten, dass sich die Erholung in der Industrie äusserst dynamisch fortsetzen wird. Allerdings herrsche nach wie vor Knappheit und die Einkaufspreise kletterten in die Höhe, schreibt die CS.

Der Aufbau von Personal und Produktionskapazitäten verläuft indessen zäh. Immerhin hätten die Firmen den Einsatz der Kurzarbeit stark reduziert. Im Durchschnitt seien noch 2 Prozent der in der Industrie Beschäftigten davon betroffen. Im Februar waren es 16 Prozent und vor einem Jahr im Mai gar 28 Prozent.
Aussichten im Dienstleistungssektor hellen auf
Auch im Dienstleistungssektor hellt sich die Stimmung mit den jüngsten Lockerungen der Corona-Massnahmen weiter auf. Der PMI stieg im Juni um 5,7 auf 64,4 Zähler und erreichte den dritthöchsten Stand seit Beginn der Erhebung. Auf dem Höhepunkt der Krise war er noch auf gegen 20 Punkte zurückgefallen.
An Bedeutung verloren hat im Dienstleistungssektor die Kurzarbeit: Im Juni war noch 1 Prozent der Beschäftigten davon betroffen. Im Februar waren es 18 Prozent und im vergangenen Jahr zwischenzeitlich beinahe ein Drittel.
Mit steigenden Preisen sehen sich auch die Dienstleister konfrontiert. Die Subkomponente Einkaufspreise erreichte im Juni mit 87,8 Punkten einen Höchststand. Und auch die Verkaufspreise steigen verbreitet an wie noch nie zuvor, so die CS.








