Aktienmarkt setzt Erholung trotz hoher Nervosität fort
Die Nervosität an den Aktienmärkten bleibt hoch. Die Schweizer Börse knüpft am Dienstagmittag an die Erholung des Vortages an, im Handelsverlauf haben die Indizes aber mehrmals die Vorzeichen gewechselt. Das Marktgeschehen wird weiterhin von den politischen Schlagzeilen aus Washington und Teheran bestimmt.

Die Verschiebung des Ultimatums von Donald Trump gegenüber dem Iran um fünf Tage verlagere den Fokus auf das kommende Wochenende, so ein Marktbeobachter. Trotz der vorübergehenden Aussetzung der Angriffe auf die Kraftwerkinfrastruktur Irans befürchten viele Marktteilnehmer, dass es jederzeit wieder zu einer neuen Eskalationsphase kommen könnte.
Der Ölpreis hat sich am Dienstag nach starken Kursschwankungen am Montag wieder etwas eingependelt. Aktuell notiert ein Fass der Sorte Brent mit 101,86 US-Dollar knapp über der Marke von 100 US-Dollar. Die geopolitische Risikoprämie könnte sich im Wochenverlauf aber schrittweise wieder aufbauen, so ein Marktteilnehmer.
Der Swiss Market Index (SMI) notiert gegen 13 Uhr um 0,57 Prozent im Plus bei 12'460 Punkten. Das Gesamtbild an den anderen wichtigen Börsenplätzen zeigt sich gleichzeitig durchzogen. So verliert der deutsche Leitindex Dax 0,26 Prozent während etwa der britische FTSE 100 mit einem Plus von 0,18 Prozent etwas zulegt.
Dass sich der Schweizer Markt vergleichsweise stabiler hält als andere Börsenplätze führen Beobachter auf den defensiven Charakter des SMI zurück. Gefragt sind insbesondere Schwergewichte wie Nestlé (+2,0%) oder Swisscom (+1,6%). Bei den grossen Pharmatiteln legen Novartis (+0,6%) moderat zu, während Roche (-0,1%) leicht nachgeben.






