Die Wall Street verzeichnete am Freitag vor Weihnachten Gewinne. Insbesondere die Aktie von Tesla stand im Fokus.
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Wall Street. - AFP
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Das Wichtigste in Kürze

  • Am Freitag haben die US-Börsen ein moderates Plus erzielt.
  • Derweil verlor die Tesla-Aktie weiter an Wert.
  • Der Vorweihnachtshandel verlief eher schwach.

Die US-Börsen haben am Freitag ihre Auftaktverluste abgeschüttelt und mit moderaten Gewinnen nahe ihrer Tageshochs geschlossen. Letztlich sei die These einer rückläufigen Inflation gestützt worden. So fasste Marktanalyst Edward Moya vom Broker Oanda den Reigen der US-Konjunkturdaten des letzten Handelstages vor Weihnachten zusammen.

Stephen Innes, Managing Partner bei SPI Asset Management, empfahl zugleich jedoch: Man sollte nicht zu viel in die derzeitigen Marktbewegungen an der Wall Street hineininterpretieren. Dies, da es angesichts der bevorstehenden Weihnachtsfeiertage an Umsätzen gefehlt habe.

Der Dow Jones Industrial beendete den Handel mit plus 0,53 Prozent auf 33 203,93 Punkten. Womit der bekannteste Wall-Street-Index einen Wochengewinn von 0,9 Prozent einfuhr.

Preisauftrieb legt deutlicher als erwartet zu

Der S&P 500 rückte am Freitag um 0,59 Prozent auf 3844,82 Punkte vor. Für den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 ging es um 0,27 Prozent auf 10 985,45 Punkte aufwärts. Im Wochenverlauf hat er aber 2,3 Prozent verloren.

Die vor dem Handelsstart veröffentlichten Daten interpretierten Börsianer als Bestätigung für die Entschlossenheit der US-Notenbank Fed, die Zinsen weiter anzuheben. Dabei wurde vor allem auf den Preisauftrieb verwiesen. Dieser hatte im November ohne Energie und Nahrungsmittel etwas deutlicher als erwartet zugelegt. Dies, während die Konsumentenausgaben nahezu stagnierten.

Die später veröffentlichten Daten der Universität Michigan hätten dann jedoch gezeigt: Die kurzfristigen Inflationserwartungen der Verbraucher seien unerwartet deutlich gesunken. Die Stimmung habe sich angesichts des nachlassenden Preisdrucks im Dezember verbessert, sagte ein Marktbeobachter.

Aktie von Tesla im Minus

Je nach Aktie verlief der Börsentag unterschiedlich. Unter den Einzelwerten stand insbesondere Tesla im Fokus. Der zuletzt deutliche Kursrutsch setzte sich am Freitag mit minus 1,8 Prozent fort. Damit ging es für die Papiere des Elektroautobauers noch etwas weiter nach unten auf dem Niveau vom September 2020.

Am Vortag hatte Tesla-Gründer und -Chef Elon Musk versprochen, 2023 keine weiteren Aktien des Elektroauto-Herstellers zu verkaufen. Und wahrscheinlich auch 2024 nicht.

Musk hatte zuletzt Tesla-Aktien für fast 40 Milliarden Dollar veräussert. Dies, um damit vor allem die 44 Milliarden Dollar teure Übernahme des Kurznachrichtendienstes Twitter zu finanzieren.

Aktie von Nutanix mit 8-Prozent-Verlust

Die Aktie von Nutanix büsste 8,0 Prozent ein, während Hewlett Packard Enterprise (HPE) um 0,3 Prozent stiegen. Dem Wirtschaftsnachrichtendienst «Dealreporter» zufolge spricht der IT-Konzern mit dem Cloud-Software-Anbieter Nutanix nicht mehr über dessen Übernahme.

Die Aktie von Ölfirmen zählte angesichts der wieder deutlich steigenden Rohölpreise zu den Favoriten des Tages. Chevron legten als Spitzenwert im Dow um 3,1 Prozent zu. Im S&P 100 stiegen ExxonMobil um 2,6 Prozent und ConocoPhillips um 3,7 Prozent.

Russland könnte Ölproduktion 2023 drosseln

Damit reagierten die Papiere auf die Ankündigung Russlands, seine Ölproduktion 2023 gegebenenfalls zu drosseln. Dies, falls die von den G7-Ländern auferlegte Preisobergrenze für Rohöl-Exporte des Landes überschritten werde. Zudem wurden in den USA wegen extremer Winterkälte Ölförderanlagen am Golf von Mexiko geschlossen.

Der Euro wurde zum Börsenschluss an der Wall Street mit 1,0617 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs in Frankfurt auf 1,0622 (Donnerstag: 1,0633) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9414 (0,9405) Euro.

Am US-Rentenmarkt fiel der Terminkontrakt für zehnjährige Anleihen (T-Note-Future) um 0,41 Prozent auf 113,08 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Staatspapiere stieg im Gegenzug auf 3,75 Prozent.

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