In Deutschland sollen ab 2024 pro Jahr 500.000 Wärmepumpen neu installiert werden.
Wohngebäude in Berlin
Wohngebäude in Berlin - AFP/Archiv

Auf dieses Ziel einigten sich am Mittwoch Vertreter zahlreicher Verbände mit Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) und Bauministerin Klara Geywitz (SPD). Alle seien sich einig gewesen, dass mehr Tempo bei der Transformation der Wärmeversorgung notwendig ist, wie beide Ministerien im Anschluss mitteilten.

«Wir brauchen mehr Tempo», erklärte Habeck. «Denn wenn wir uns konsequent aus der Klammer russischer Importe befreien wollen, dann dürfen wir nicht nur an den Stromsektor denken, sondern dann brauchen wir gerade auch den Wärmebereich.»

Ab 2024 soll möglichst jede neu eingebaute Heizung zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Dafür würden schnell mehr Wärmepumpen benötigt, sagte Habeck. Geywitz betonte, ihr sei wichtig, dass die Wärmwende bezahlbar und planbar sein müsse. «Wärmepumpen müssen sich auch jene leisten können, die mit schmalem Geldbeutel haushalten müssen.»

Die mit Strom betriebenen Geräte nutzen Energie aus Luft, Wasser und Erdreich, um Innenräume zu heizen. Sie gelten als besonders umweltfreundlich. Das Interesse an Wärmepumpen ist den Ministerien zufolge stark gestiegen, so dass es bereits jetzt zu langen Lieferzeiten und Engpässen bei den Installationskapazitäten sowie bei den Netzanschlüssen kommen kann. 2021 wurden laut Ministerium rund 154.000 Wärmepumpen installiert; der Anteil an neu installierten Heizungen betrug damit rund 17 Prozent.

In einer am Mittwoch beim Wärmepumpen-Gipfel verabschiedeten Erklärung heisst es, die Bundesregierung müsse die Anreize verbessern, damit Produktion und Installation von Wärmepumpe beschleunigt würden. Die Hersteller wollen «Produktionskapazitäten erweitern» und die Geräte so weiterentwickeln, dass die Installation einfacher wird. Die Regierung will demnach auch die Schulung der nötigen Fachkräfte fördern.

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