Aargauische Kantonalbank fährt 2025 weniger Gewinn ein
Die Aargauische Kantonalbank (AKB) hat 2025 einen Jahresgewinn von 197,2 Millionen Franken erzielt. Das sind 21,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Rückgang wegen des Tiefzinsumfeldes ist laut der staatseigenen Bank geringer als erwartet.

Das Ergebnis sei «sehr solid», und die Bank habe ein «gutes gesundes Wachstum», sagte Bankratspräsident Kurt Bobst an der Bilanzmedienkonferenz am Dienstag in Aarau. «Das Ergebnis ist leicht über unseren Erwartungen», hielt Direktionspräsident Dieter Widmer fest.
Die Zahl der Neukunden stieg 2025 um 17'000, und der Neugeldzufluss belief sich auf 2,5 Milliarden Franken. Die Kundenvermögen stiegen um 9,4 Prozent sich auf 40,8 Milliarden Franken.
Die Kredite nahmen um 1,4 Milliarden auf 29,0 Milliarden Franken zu. 90 Prozent der Ausleihungen befinden sich gemäss AKB im Marktgebiet der staatseigenen Bank. Den hypothekarisch gedeckten Ausleihungen stünden Immobiliensicherheiten in doppelter Höhe gegenüber, hiess es.
Die Stabilität der Bank zeige sich auch darin, dass das Wachstum bei den Ausleihungen vollumfänglich über neu gewonnene Kundengelder refinanziert worden sei. «Die Bevölkerung hat ein hohes Vertrauen in die AKB», sagte Widmer.
Der Bruttozinserfolg sank um 20,2 Prozent auf 346,1 Millionen Franken. Das ist noch immer mehr als in den Jahren 2021 und 2022. Das Kommissionsgeschäft, der zweitgrösste Erfolgspfeiler, wuchs 2025 um 11 Prozent auf 99,3 Millionen Franken.
Die AKB erlässt den Kundinnen und Kunden die Gebühren bei Konti und Debit Mastercard. Das lässt sich die Bank 9 Millionen Franken pro Jahr kosten.
Der Bankrat beantragt dem Regierungsrat eine Ausschüttung an den Kanton von 100 Millionen Franken – 14 Millionen Franken weniger als im Vorjahr. Das letzte Wort wird der Grosse Rat haben.
Zusammen mit der Abgeltung der Staatsgarantie in der Höhe von 15,2 Millionen Franken und Steuern von 11,6 Millionen Franken an die Standortgemeinden fliessen unter dem Strich 126,8 Millionen Franken an die öffentliche Hand.
Die AKB zählt als Universalbank rund 260'000 Kundinnen und Kunden. Dazu gehören auch institutionelle Anleger. Im Jahr 1913 gegründete AKB gehört zu 100 Prozent dem Kanton Aargau.
Die Bank ist im Kanton und im angrenzenden solothurnischen Gebiet Olten-Gösgen-Gäu mit 32 Geschäftsstellen präsent und zählt rund 1035 Mitarbeitende (877,9 Vollzeitstellen).






