Die Schweizer Wirtschaft und die Haushalte haben 2020 weniger Materialien eingesetzt. Der stärkste Rückgang wurde bei fossilen Energieträgern verzeichnet.
Materialkonsum
Containerverladung in Dortmund. (Symbolbild) - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Ausser Biomasse wurde im letzten Jahr von allen Materialien weniger verwendet.
  • Das geht aus den neusten Zahlen des Bundesamt für Statistik hervor.
  • Der Materialkonsum ist in der Schweiz seit mehr als fünf Jahren rückläufig.

10,5 Tonnen Materialien pro Einwohnerin und Einwohner haben die Schweizer Wirtschaft und die Haushalte 2020 verbraucht. Das entspricht einem Rückgang von mehr als 4 Prozent zum Vorjahr. Ausser Biomasse wurde von allen Materialien weniger verwendet.

Am meisten zurückgegangen, nämlich um 13 Prozent, ist der Verbrauch von fossilen Energieträgern. Metalle wurden 6 Prozent und Mineralien 4 Prozent weniger verarbeitet.

Materialkonsum seit 2015 rückläufig

Der Verbrauch von Biomasse hingegen stieg verglichen zum Vorjahr um 4 Prozent an. Das zeigen die Zahlen der Materialflusskonten, die das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag veröffentlicht hat.

Dieser sogenannte inländische Materialkonsum ist seit 2015 rückläufig. In Rohstoffäquivalenten beträgt die Abnahme seit dem Jahr 2000 fast zehn Prozent.

Zurückgegangen ist auch die sogenannte Physische Handelsbilanz (PTB), das heisst die Importe unter Abzug der Exporte. Die PTB lag 2020 nach erster Schätzung bei 32,4 Millionen Tonnen. So tief war sie seit 15 Jahren nicht mehr. 2020 am stärksten zurückgegangen ist der Import von Endprodukten, am zweitmeisten Rohmaterialien und am wenigsten Halbfabrikate.

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