Laut Klimastreik Schweiz muss unser Verbrauch stark sinken. Weder mehr fossile Energie noch Atomkraftwerke sind nachhaltige Lösungen. Ein Gastbeitrag.
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Zwei junge Frauen halten ein Tuch mit der Aufschrift «Kein Erdgas kein Krieg». (Archivbild) - Flickr
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Das Wichtigste in Kürze

  • Der Klimastreik Schweiz setzt sich für eine Energiewende dem Klimas zuliebe ein.
  • Energie müsse eingespart werden, beispielsweise durch eine Reduktion der Arbeitszeit.
  • Die Mächtigen würden in unsicheren Zeiten bloss fürchten, dass sie ihre Profite verlieren.

Aktuell kann man auf allen Kanälen vernehmen, dass uns eine Energieknappheit im Winter drohe. Befürchtet wird, dass Russland für den kommenden Winter den Gas- und Ölhahn zudrehen wird.

Ein substanzieller Teil der europäischen Stromproduktion und der Heizkapazität hängt von russischen Brennstoffen ab. Deshalb könnte dies zu kalten und dunklen Wohnungen führen.

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Demonstrierende fordern eine Klimagerechtigkeit. (Archivbild) - Flickr

Dieser Gefahr scheint sich auch ein Grossteil der institutionellen Politik, Wirtschaftselite und der grossen Medienhäusern bewusst zu sein. Die gleiche Intensität der Alarmiertheit würde man sich gerne mal bei der Klimakrise wünschen.

Mächtige fürchten Profit-Einbruch

Die Mächtigen in unserem Land haben aber nicht plötzlich ihr soziale Ader entdeckt. Vielmehr sorgen sie sich um einen Einbruch ihrer Profite. Auch wenn gerne etwas anderes behauptet wird, benötigt die Produktion von Gütern immer noch eine grosse Menge an CO2 und Energie. In Momenten der Knappheit wird dies allen auch wieder bewusst.

Fällt diese Energie weg, kann weniger produziert werden, und die Wirtschaft wächst nicht mehr. Die logische Schlussfolgerung wäre, ein Wirtschaftssystem zu erschaffen, das nicht krebsartig unendlich wachsen muss und welches massiv weniger Energie benötigt.

Glauben Sie an eine bevorstehende Energiewende?

Stattdessen fabulieren Chefredaktoren und Politikerinnen von neuen Atomkraftwerken, Gas- und Ölkraftwerken. Sie plaudern über nicht vorhandenen Wasserstoff und eine Verbauung biodiversitätsreicher Flächen mit Solaranlagen.

Die Lösung für die Energieknappheit ist aber einfach: massiv Energie einsparen, beispielsweise mit einer radialen Arbeitszeitreduktion, nicht mit einer Minute weniger duschen. Zudem sollten eine Solaroffensive auf Hausdächern und versiegelten Flächen, die Isolation von Häusern und der Ersatz von Öl- und Gasheizungen angetrieben werden.

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