Blocher: «Um sieben Uhr treffen wir uns für Teleblocher zum Kafi»
Seit fast 20 Jahren spricht Christoph Blocher in «Teleblocher» über Politik. In seiner Kolumne blickt er auf die Anfänge und das Jubiläum zurück.

Das Wichtigste in Kürze
- Christoph Blocher schreibt heute über die 1000. Sendung von «Teleblocher».
- Seine Kolumne heisst «Blochers Klartext» und erscheint alle drei Wochen.
«Blochers Klartext» war eine Idee des leider verstorbenen Verlegers der «Schaffhauser Nachrichten»: Norbert Neininger schlug 2007 – kurz vor meiner Abwahl Alt Bundesrataus dem Bundesrat – vor, ich solle mich wöchentlich interviewen lassen.
Zum Vorbild diente ihm offenbar das «Wort der Woche», das der Schaffhauser SP-Stadtpräsident Walther Bringolf über viele Jahre an seine Bevölkerung gerichtet hatte.
«Mutter aller Internetsendungen»
Ab der ersten Sendung führte der Journalist Matthias Ackeret durch die Sendung und machte sie zur «Mutter aller Internetsendungen».

Ackeret war eine logische Wahl, denn er hat mit dem «Blocher-Prinzip» nach Gesprächen mit mir ein Führungsbuch geschrieben. In der Sendung kommentierte ich fortan aussenpolitische und innenpolitische Themen.
Und dies ohne vorher abgesprochene Fragen, ohne aufpassende Kommunikationsprofis, ohne Schnitt. Gemäss der linken «Schaffhauser AZ» wurde «Teleblocher» als «Fernsehsendung zur meistzitierten der Schweiz».
Der Bundesrat selber tagte mehrmals zum Thema und diskutierte, ob ein solches Sendegefäss überhaupt erlaubt sei.
Das Ritual von «Teleblocher» ist jeden Freitagmorgen gleich: Um sieben Uhr treffe ich mich mit Matthias Ackeret und Kameramann Claudio Ferrari zum Kaffee. Danach geht’s gut zwanzig Minuten auf Sendung. Produziert vom «Schaffhauser Fernsehen».

Jubiläum im «Haus zur Freiheit»
Die tausendunderste Sendung nahmen wir am letzten Donnerstag auf: 1001, um zu zeigen, dass es weitergeht!
Aus Anlass des Jubiläums in besonderem Rahmen im «Haus zur Freiheit» von Toni Brunner und Esther Friedli – und für einmal vor Publikum.
Natürlich hätte keiner der Beteiligten 2007 gedacht, dass damals eine Sendung begann, die fast zwanzig Jahre später noch immer bestehen würde.
Solange «Teleblocher» – wie seit der ersten Sendung – auch noch bei der Tausendsten treue Zuschauerinnen und Zuschauer hat, werden wir weitermachen.
Zum Autor
Christoph Blocher (*1940) ist Alt-Bundesrat (SVP). Er prägte die Ems-Chemie jahrzehntelang als Direktor und Besitzer, bevor er das Unternehmen 2003 im Zuge seiner Wahl in den Bundesrat an seine Kinder übergab. Christoph Blocher ist via seiner Firma ROBINVEST AG auch an der Interact Media Group AG (Beteiligung 15 Prozent), der Herausgeberin von Nau.ch, beteiligt. Seine Kolumne erscheint alle drei Wochen.







