Mitarbeiter der Zürisee-Schiffe erhalten künftig sechs Wochen Ferien. Damit will das Unternehmen Abgängen vorbeugen.
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Ein Angestellter der Zürichsee-Schifffahrt-Gesellschaft wirft das Tau, um das Schiff zu fixieren. - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Zürichsee-Schifffahrt-Gesellschaft hat mehrere Mitarbeitende während Corona verloren.
  • Um die verbliebenen zu halten, wird die Work-Life-Balance verbessert.
  • Anstatt vier haben sie ab nächstem Jahr sechs Wochen Ferien.

Nicht nur die Flugbranche leidet wegen Abgängen während der Corona-Krise, auch die Zürichsee-Schifffahrts-Gesellschaft ist betroffen. Wie die «Zürichsee-Zeitung» berichtet, haben mehrere der 100 Angestellten auch wegen der Arbeitsbedingungen gekündigt. Im Sommer müssen sie oft an Wochenenden und nicht selten auch zehn Tage am Stück arbeiten. Nun will das Unternehmen die Arbeitsbedingungen verbessern.

Denn laut ZSG-Direktor Roman Knecht liegt die Fluktuation aktuell leicht höher, was bereits einschneidend sei. Zudem finde man das richtige Personal nicht einfach auf dem freien Arbeitsmarkt. Schiffsführer beispielsweise brauchen lange Erfahrung, eine neu angestellte Person kann nicht in dieser Funktion eingesetzt werden.

Zürichsee
Bei schönem Wetter ist der Andrang auf die Schiffe auf dem Zürichsee gross, die Angestellten müssen oft lange und viel arbeiten. (Archivbild) - Keystone

Mit mehreren Massnahmen will die ZSG die Work-Life-Balance verbessern, um Angestellte halten zu können. So werden sie künftig vermehrt in von ihnen bevorzugten Schichten und schneller in der Wunschfunktion eingesetzt. Die wichtigste Änderung aber betrifft die Ferien: Ab dem nächsten Jahr erhalten die Angestellten sechs statt wie bislang vier Wochen.

Waren Sie bereits mit dem Zürisee-Schiff unterwegs?

Den aktuelle Personalmangel spüren die Kunden auf dem Zürichsee nicht, das Personal wird weiterhin wie gehabt ausgebildet. Doch Erlebnis- und Privatfahrten, das ertragsreiche Drittgeschäft, wird eingeschränkt. Knecht: «Im Sommer können wir neben den bereits geplanten Drittgeschäften praktisch keine weiteren mehr durchführen.»

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