Stadt Zürich

    Zürich: 1500 Studis warten auf Resultate – weil jemand krank war

    Dennis Kittler
    Dennis Kittler

    Zürich,

    1500 Medizinstudenten haben an der Uni Zürich das neue Semester beginnen müssen, ohne zu wissen, ob sie das alte bestanden haben. «Unhaltbar», finden sie.

    Studierende
    Die Durchführung der geplanten ersten Berufsprüfung ist für Herbst 2026 geplant. (Symbolbild) - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • 1500 Medizinstudenten haben an der Uni Zürich auf ihre Prüfungsergebnisse warten müssen.
    • Sie begannen das neue Semester dadurch, ohne das alte korrekt abgeschlossen zu haben.
    • Der Grund: Der für den Versand der Ergebnisse zuständige Mitarbeiter war krank.

    Weil ein Mitarbeiter in der Uni-Verwaltung krank war, haben 1500 Medizinstudenten an der Universität Zürich auf ihre Prüfungsergebnisse warten müssen.

    Sie mussten das neue Semester beginnen, ohne zu wissen, ob sie das alte überhaupt bestanden haben. Betroffen war mehr als jeder dritte der 4000 Medizinstudierenden an der Uni.

    Vergangenen Donnerstag habe das Dekanat der medizinischen Fakultät die Studierenden per E-Mail über die Verzögerung informiert, schreibt die «NZZ». Sie hat mit einem betroffenen Studenten gesprochen. Dieser bezeichnet die Situation als «unhaltbar».

    Uni bestätigt: Versand der Ergebnisse hängt von einer einzigen Person ab

    Die Medienstelle der Universität Zürich bestätigte die Verzögerung bei der Ausgabe der Prüfungsergebnisse. Für deren elektronischen Versand sei eine einzige Person verantwortlich, die zuletzt akut erkrankt gewesen sei.

    Sie mussten das Semester beginnen, ohne zu wissen, ob sie das alte bestanden haben. Verstehen Sie den Unmut der Zürcher Studierenden?

    Dass der Prüfungsprozess stockt, weil ein Mitarbeiter krank ist, rief bei dem von der «NZZ» befragten Studenten Unverständnis hervor.

    Er betonte, dass die Ergebnisse für die Studierenden sehr wichtig sind. So müssten sie etwa Fristen einhalten, falls sie sich umorientieren und an einer anderen Hochschuhe bewerben wollen.

    Inzwischen sei die erkrankte Person wieder gesund, teilte die Universität Zürich mit. Nachdem der Fall für Aufsehen gesorgt hatte, wurden die Ergebnisse auch rasch verschickt – am Dienstagabend lagen sie vor.

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