Zürcher Staatsanwaltschaft klagt drei Deutsche wegen Wirtschaftsspionage an

Antun Boskovic
Antun Boskovic

Zürich,

Die Staatsanwaltschaft Zürich erhebt gegen drei Deutsche Anklage wegen Wirtschaftsspionage und Verstosses gegen das Bankgeheimnis. Die Beschuldigten bestreiten die Vorwürfe.

Bank J. Safra Sarasin
Das Logo der Bank J. Safra Sarasin. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Zürcher Staatsanwaltschaft klagt drei Deutsche an.
  • Sie sollen Wirtschaftsspionage betrieben und gegen das Bankgeheimnis verstossen haben.
  • Unter den Angeklagten befinden sich zwei ehemalige Mitarbeiter der Bank J. Safra Sarasin.

Ein Stuttgarter Anwalt und zwei ehemalige Mitarbeiter einer Schweizer Bank sollen illegal interne Bankunterlagen an deutsche Gerichte und Behörden weitergegeben haben, berichtet «Focus» . Deswegen erhebt die Staatsanwaltschaft Zürich gegen die drei Deutschen Anklage – wegen Wirtschaftsspionage und Verstosses gegen das Bankgeheimnis.

Die Beschuldigten bestreiten die Vorwürfe und verweisen darauf, dass die Unterlagen wesentlich zur Aufklärung eines der grössten Steuerskandale in Deutschland beigetragen haben. Hintergrund ist ein Rechtsstreit zwischen der Privatbank J. Safra Sarasin und einem Drogerieunternehmen, das über die Bank in Geschäfte investierte und dabei nach eigenen Angaben falsch beraten worden sei.

Der Anwalt des Unternehmens nahm von den oben genannten ehemaligen Mitarbeitern der Bank belastende Dokumente entgegen, nutzte sie für den Rechtsstreit und gab sie an deutsche Behörden weiter. Im Mai 2017 verurteilte das Landgericht Ulm J. Safra Sarasin zur Schadenersatzzahlung von 45 Millionen Euro. Dagegen ging die Bank in Berufung.

Den drei Deutschen drohen in der Schweiz nun Haftstrafen von mehr als drei Jahren.

Kommentare

Weiterlesen

Winterthurer Influencer Oberer Letten
129 Interaktionen
Zürcher Letten
Atzmännig
16 Interaktionen
Mitten im Mai

MEHR AUS STADT ZüRICH

Mia Madisson
38 Interaktionen
«Nicht verdient»
Brian Keller Gefängniswärter angeklagt
116 Interaktionen
Anzeige zurückgezogen
Kantonspolizei Zürich
12 Interaktionen
Zürich