Eine Initiative der Kantons-Linken (SP und Grüne) und der EVP für eine Erhöhung des Vaterschaftsurlaubs für Staatsangestellte ist am Zürcher Kantonsrat gescheitert. Der Vorstoss verlangte eine Verdoppelung der väterlichen Elternzeit auf zehn Tage.
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Im Kanton Zürich wird der Vaterschaftsurlaub für Staatsangestellte nicht verlängert. - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Im Zürcher Kantonsrat scheitert die Verlängerung des Vaterschaftsurlaub für Staatsangestellte.
  • Die Diskussion über eine «moderne Gestaltung» der Elternzeit dürfte auch auf eidgenössischer Ebene weitergehen.

Die Inititative scheiterte mit 83 zu 76 Stimmen bei drei Enthaltungen nur knapp am Nein des bürgerlichen Blocks. Während die Befürworter mit dem zusätzlichen Vaterschaftsurlaub die Attraktivität des Kantons als Arbeitgeber stärken und den Ansprüchen einer modernen Gesellschaft gerecht werden wollten, entgegneten die Gegner bestehend aus SVP, FDP und EDU vor allem am Kostenargument.

Die Einbindung beider Elternteile

Obwohl sogar private Arbeitgeber wie Migros, Mobiliar, Axa und Ikea mittlerweile grosszügigere Regelungen zum Vaterschaftsurlaub kennen, als es das Gesetz minimal vorschreibt, war die Initiative auch auf linker Seite nicht vollends unumstritten. Beispielsweise die Alternative Liste möchte der Angelegenheit mittels einer ganzheitlicheren Lösung begegnen, welche für beide Geschlechter dieselben Voraussetzungen für Lohngleichheit und Karriereplanung schafft. Dazu gehöre auch, dass Teilzeitpensen für Männer nicht zum Karrierehindernis würden.

Auch Vertreter des Mitte-Lagers bevorzugen gemäss einem Bericht der «NZZ» indes gesamtschweizerische Lösungen. So zum Beispiel die Schaffung eines 14-wöchigen Elternurlaubs auf nationaler Ebene, damit die beiden Elternteile die Verantwortungen nach eigenem Ermessen aufteilen könnten.

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