Zürcher Sprayerinnen verwüsten Speisewagen

    Laura Del Favero
    Laura Del Favero

    Zürich,

    Zürcher Sprayerinnen haben einen Speisewagen geplündert und verwüstet. Ihre Aktion dokumentierten sie auf Video und stellten den Zusammenschnitt ins Internet.

    Ihre Sprayereien sind in Zürich kaum noch zu übersehen. Mit ihrer neusten Aktion übertrumpft sich die berüchtigte Graffiti-Crew KCBR jedoch selbst. In einem knapp 20-minütigen Film dokumentieren die als alte Frauen maskierten Sprayerinnen ihren Einbruch in einen Speisewagen der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB).

    Die Zürcher Sprayerinnen bedienen sich an der Bordküche.
    Die Zürcher Sprayerinnen bedienen sich an der Bordküche. - Screenshot Youtube

    Die auflaufenden Kosten würden sich dann indirekt auf die Ticketpreise auswirken. Deshalb setze die SBB auf Prävention, um gezielt auf die Problematik des Vandalismus hinzuweisen.

    Noch ist unklar, wie die Sprayerinnen genau an die Westen und den Schlüssel kamen. Sicher sei jedoch, dass jede Sprayerei zur Anzeige gebracht werde.

    Dabei scheinen die Täterinnen jeden ihrer Schritte aufs kleinste Detail geplant zu haben. So trugen sie nicht nur eine SBB-Weste, sondern waren offensichtlich auch im Besitzt eines Schlüssels. Dadurch kam sie ohne grosse Bemühungen ins Innere des Speisewagens und konnten sich ausgiebig an der Bordküche bedienen.

    Das Nachsehen haben die SBB-Kunden

    Welche Folgen solche Aktionen für die SBB haben, will das Unternehmen nicht sagen. Wie die Zeitung «20 Minuten» jedoch schreibt, beliefen sich die Schäden wegen Vandalismus 2016 auf 5,6 Millionen Franken. Weiter müssten verunstaltete Wagen ausser Betrieb genommen und ersetzt werden.

    Die Zürcher Graffiti-Crew KCBR in ihrem neuen Video «Live Life Like Girls».

    Das Wichtigste in Kürze

    • Sprayerinnen der Zürcher Graffiti-Crew KCBR sind in einen Speisewagen eingebrochen und verwüsteten diesen daraufhin.
    • Ihren Einbruch dokumentierten sie auf Video und veröffentlichen den Kurzfilm auf Youtube.
    • Die SBB will sich zu dem Vorfall nicht äussern, weist aber auf die folgenden Millionenschäden hin.

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