Zürcher Kantonsrat vertagt Entscheid zu Pistenverlängerung
Als im Zürcher Kantonsrat nach knapp drei Stunden noch etliche Reden offen waren, hat er die Debatte zur Pistenverlängerung des Zürcher Flughafens vertagt.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Zürcher Kantonsrat hat am Montag keine Entscheidung zur Pistenverlängerung getroffen.
- Die Diskussion wird an einer der kommenden Sitzungen fortgeführt.
- Bürgerliche und die Mitte befürworten eine Pistenverlängerung, SP und GLP nicht.
Der Zürcher Kantonsrat hat am Montag mit der Debatte der Pistenverlängerung für den Flughafen Zürich begonnen. Ein Entscheid ist noch nicht gefallen. Die Diskussion wird an einer der kommenden Sitzungen fortgeführt.
Das Kantonsparlament hatte am Montag nur eine Halbtagessitzung eingeplant, am Nachmittag finden Fraktionsausflüge statt.
Die Debatte wurde wie erwartet zu einem harten Schlagabtausch zwischen Befürwortern und Gegnern des Vorhabens. Die bürgerlichen Parteien und die Mitte wollen der Pistenverlängerung mehrheitlich zustimmen. Von links-grüner Seite wird sie bekämpft. SP und GLP haben jeweils eigene Rückweisungsanträge an den Regierungsrat gestellt. Auch die Grünen und die AL sind gegen die Vorlage.
Der Flughafen will die Pisten 28 um 400 Meter in Richtung Westen verlängern, die Piste 32 um 280 Meter in Richtung Norden. Der aktuelle Betrieb gilt als komplex. Gründe dafür sind die sich kreuzenden Pisten und die verschiedenen Betriebskonzepte, die im Laufe des Tages und je nach Wetterlage ändern.
Gegner zweifeln an Sicherheits-Argument
Eine Pistenverlängerung bedeutet gemäss Angaben des Flughafens längere Bremswege, weniger Kreuzungspunkte und somit mehr Sicherheit. Es gebe zudem weniger Verspätungen, vor allem am späten Abend, wovon wiederum die Bevölkerung profitiere. Der Flughafen betont, dass längere Pisten keine Kapazitätserhöhung mit sich bringen würden.
Gegnerinnen und Gegner zweifeln am Sicherheits-Argument. Ein sicherer Flugbetrieb sei schon heute gewährleistet, hiess es in der Debatte. Letztendlich gehe es dem Flughafen nur darum, die Voraussetzungen für künftiges Wachstum zu schaffen.
In der Abstimmung wird ein knappes Resultat erwartet. Der Entscheid untersteht dem fakultativen Referendum. Das letzte Wort dürften also die Stimmberechtigten haben.











