Zürcher Chirurg zeigt sich positiv zu Brand-Verletzten
Die Brand-Tragödie in Crans-Montana erschüttert. Nun zeigt sich der leitende Chirurg am Unispital Zürich optimistisch zu den Brand-Verletzten.

Die Tragödie erschütterte an Neujahr die ganze Welt: Bei einem Brand in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana VS kamen 40 Menschen ums Leben. 116 weitere Personen wurden teils schwer verletzt.
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Der Chef des Zentrums für Schwerbrandverletzte am Unispital Zürich, der Chirurg Bong-Sung Kim, zeigt sich trotz der Schwere der Verletzungen vorsichtig optimistisch. «Ich glaube, wir schaffen es, dass viele überleben», sagt Kim gegenüber den «Tamedia»-Zeitungen.
Das junge Alter vieler Patientinnen und Patienten sei dabei ein Hoffnungsschimmer: Junge Menschen hätten deutlich bessere Chancen – sowohl beim Überleben als auch beim Behandlungsergebnis.
Viele Betroffene ins künstliche Koma versetzt
Seit Neujahr steht das Team von Kim im Dauereinsatz. Der Chirurg berichtet im Interview von berührenden Momenten, etwa als ein Patient zeitweise wach war und mit seinen Eltern sprechen konnte.

Gleichzeitig sei die Lage medizinisch extrem anspruchsvoll. Viele Betroffene würden frühzeitig künstlich beatmet und in ein Koma versetzt, «um sie vor schlimmen Schmerzen, aber auch vor der schockierenden Situation zu schützen».
Die nächsten Wochen sind heikel
Besonders heikel seien die kommenden Wochen. Nach einigen Tagen könnten sich die Zustände plötzlich verschlechtern. «Wir haben das aus der Vergangenheit gelernt. Zuerst dachte man: ‹Oh, der Patient ist stabil und wir haben Zeit›. Und dann brechen sie plötzlich ein», sagt Kim.
Weiter betont er den Teamgeist und die internationale Unterstützung. Ziel sei nicht nur das Überleben, sondern «dass wir den Betroffenen langfristig auch eine gute Lebensqualität ermöglichen können».






