Klimawandel

    Zugvögel auf der Westroute kommen früher nach Europa

    Keystone-SDA
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    Ruswil,

    Eine Studie der Schweizerischen Vogelwarte zeigt, dass der Klimawandel die Zugsysteme der Vögel beeinflusst.

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    An einem Untersuchungsort in der Tschechischen Republik kehren Rauchschwalben, die über die Ostroute ziehen, im Mittel fünf Tage später an den Brutplatz zurück, als ihre Artgenossen, auf der Westroute. - sda - Marcel Burkhardt

    Das Wichtigste in Kürze

    • Eine Studie fand heraus, dass Vögel, die von Westen nach Europa kommen, früher ankommen.
    • Diejenigen Vögel aus dem Osten kommen hingegen später an.

    Die Zugvögel, die auf der Westroute nach Europa fliegen, kommen rund eine Woche früher an, als jene auf der Ostroute. Das zeigt eine Studie der Schweizerischen Vogelwarte Sempach. Die Vegetation im Brutgebiet beeinflusse die Reisezeit.

    Sie stützten sich auf die Daten von rund 600 mit Geolokatoren ausgerüstete Vögel, wie die Vogelwarte am Mittwoch mitteilte.

    Rückkehr aus Winterquartieren erfolgt nicht simultan

    Die Auswertung zeigte, dass die Rückkehr aus den Winterquartieren zu den Brutplätzen nicht simultan erfolgt. Vögel, die über Ostafrika fliegen, kommen im Mittel sechs bis sieben Tage später an, als diejenigen, auf der Westroute.

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    Der Klimawandel beeinflusst die Zugsysteme der Vögel. - pixabay

    Mit der detaillierten Auswertung habe man bisherige Annahmen bestätigt, hiess es bei der Vogelwarte auf Anfrage. Die Studie zeige, dass die spätere Ankunft der Ostzieher den verzögerten Frühlingsbeginn in Osteuropa widerspiegele, wo ein kontinentaleres Klima vorherrsche.

    Die Ankunft der Vögel folge einer Art «grünen Welle» von Süden nach Norden. Die meisten Vogelarten in der Schweiz und in Westeuropa kommen auf der Westroute an. Es gibt laut der Vogelwarte aber Ausnahmen, wie etwa der Neuntöter, die Klappergrasmücke oder der Sumpfrohrsänger. Auslöser für die Rückkehr sei eine innere Uhr, die sich an der Tageslänge orientiere.

    Klimawandel beeinflusst Zugsysteme

    Die Vogelwart sagt, dass diese Art der Forschung auch allfällige Effekte zeigen könne, wie der Klimawandel langfristig die Zugsysteme beeinflusst. Für das Überleben von Zugvögeln sei es wichtig, dass sie ihre Rückkehr auf die lokale Entwicklung der Vegetation abstimmen können.

    Komme der Frühling sehr früh, riskierten die Zugvögel dann aus Afrika zurückzukehren, an dem die Vegetation bereits weit fortgeschritten ist. Und damit das spätere Nahrungsangebot für ihre Jungen, wie etwa Raupen, bereits wieder abnimmt. Besorgniserregend sei insbesondere die Geschwindigkeit, mit der sich die klimatischen Bedingungen verändern. Weil nicht klar sei, ob die Vögel mit diesem Tempo Schritt halten können.

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