Die Zuger Staatsanwaltschaft konnte keine Verfehlungen gegen Terraoil feststellen. Das Strafverfahren gegen das Unternehmen wird nun eingestellt.
Justitia
Statue der Justitia. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Verfahren gegen das Zuger Unternehmen Terraoil ist eingestellt worden.
  • Eine Täuschung oder Täuschungsabsicht sei gemäss Untersuchungsergebnis nicht gegeben.

Die Staatsanwaltschaft Zug hat das Strafverfahren gegen das Zuger Unternehmen Terraoil Swiss AG im Zusammenhang mit einem gewährten Covid-19-Kredit des Bundes über 500'000 Franken eingestellt. Sie konnte keine Verfehlungen feststellen.

Im Zentrum der Untersuchung gegen die verantwortlichen Personen der Terraoil Swiss AG stand die Frage, ob die Firma die Bank über die Höhe des Umsatzerlöses getäuscht und den Kredit durch falsche Angaben zu Unrecht erhalten habe, wie die Zuger Strafverfolgungsbehörden am Mittwoch mitteilten.

Täuschung oder Täuschungsabsicht nicht gegeben

Nun ergaben die Ermittlungen, dass die für die Kreditvergabe verantwortliche Bank gleichzeitig mit der Einreichung des Kreditantrags darüber orientiert war, dass der geltend gemachte Umsatzerlös von 21 Millionen Franken zum allergrössten Teil aus dem Verkauf von Aktien stammte, heisst es.

Eine für die Erfüllung der Tatbestände des Betrugs und der Urkundenfälschung notwendige Täuschung oder eine Täuschungsabsicht sei gemäss Untersuchungsergebnis nicht gegeben, heisst es in der Medienmitteilung.

Verfahren Ende August eingestellt

Weiter konnte bei der Analyse der überprüften Finanztransaktionen keine vorsätzliche Zweckentfremdung aus dem gewährten Covid-19-Kredit an eine ausländische Tochtergesellschaft festgestellt werden. Damit stellte die Staatsanwaltschaft das Verfahren Ende August ein.

Sie hatte die Gewährung des Kredits gestützt auf eine Verdachtsmeldung der Meldestelle für Geldwäscherei (MROS) des Bundesamts für Polizei geprüft. Diesen Kredit hatte die Terraoil Swiss AG laut Medienmitteilung mit dem entsprechenden Kreditantragsformular Ende März 2020 bei einer Grossbank beantragt.

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