Zu gut geputzt – schwarze Flecken auf Basler Brücke sind jetzt weiss
Zuerst waren die Flecken schwarz, jetzt sind sie weiss: Die Putzaktion der EM-Fussbälle auf der Basler Rheinbrücke ist kompliziert – und kostet 10'000 Franken.

Das Wichtigste in Kürze
- Während der Frauen-EM waren auf der Mittleren Brücke in Basel Riesen-Fussbälle aufgeklebt.
- Ein erster Putz-Versuch ging schief – zurück blieben schwarze Flecken.
- Deshalb gingen kürzlich Arbeiter in Schutzkleidung mit einem Hochdruckstrahler zu Werke.
- Die Silhouetten der Riesen-Bälle sind allerdings noch immer zu erkennen – nun in Weiss...
Während der Frauen-EM bedeckten fünf Riesen-Fussbälle (Durchmesser elf Meter) die Fahrbahn der Mittleren Brücke, auch Rheinbrücke genannt, in Basel. Die Kunstintervention «Bridge Kick» stammte vom Basler Künstler Klaus Littmann.
Nach der Frauen-EM wurden die Riesen-Fussbälle wieder entfernt. Zurück blieben auf dem Brückenbelag allerdings viele schwarze Flecken – Kleberreste. Kein anmächeliger Anblick! Nau.ch berichtete darüber.
Arbeiter in Schutzkleidung – wurden Gefahrstoffe freigesetzt?
Um diese Kleberreste zu entfernen, musste kürzlich ein Hochdruckstrahler eingesetzt werden. Nun zeigen Nau.ch-Bilder: Die Stellen, wo die Riesen-Fussbälle aufgeklebt waren, sind noch immer klar zu erkennen. Nun jedoch nicht mehr schwarz, sondern weiss.
Liessen sich die lästigen Kleberreste also auch mit dem Hochdruckstrahler nicht entfernen?
«Nein», versichert Nicole Ryf, Co-Leiterin Kommunikation des Bau- und Verkehrsdepartements des Kantons Basel-Stadt, auf Nau.ch-Nachfrage.
«Dort wo die Fussbälle zuvor angebracht waren, ist der Asphalt nun sauberer als auf der übrigen Brücke», erklärt Ryf. «Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Brücke auch an diesen Stellen durch Reifenabrieb usw. wieder gleich aussieht, wie der Rest.»

Die Arbeiten hätten 4,5 Tage gedauert und seien nun abgeschlossen. Auffällig: Die involvierten Arbeitenden trugen Schutzkleidung. Wurden bei den Hochdruckstrahler-Arbeiten gefährliche Stoffe freigesetzt?
Ryf gibt Entwarnung: «Bei der Reinigung wurden zu keiner Zeit umweltschädliche Stoffe ein- oder freigesetzt.» Solche Kleidung werde bei der Entfernung von Graffitis oder Kleberresten vorschriftsgemäss getragen.

Klar ist: Die überaus aufwendige Entfernung der Riesen-Fussbälle hat zusätzliche Kosten verursacht. Um genau zu sein, sind es «maximal 10'000 Franken», wie Ryf verlauten lässt.
Diese werden dem Gesuchsteller verrechnet. In diesem Fall ist das der Basler Künstler Klaus Littmann, von welchem die Kunstintervention «Bridge Kick» stammte.

Schon bei der ersten Anfrage liess das Bau- und Verkehrsdepartement gegenüber Nau.ch verlauten: «In der Bewilligung ist festgehalten, dass der Bewilligungsinhaber für allfällige Schäden haftet. Diese Regelung umfasst auch die Kosten für die restlose Entfernung der Fussbälle.»