Ein Wandel im Zuge der Digitalisierung führt in der Zollverwaltung für Kritik. Dies sei nachvollziehbar aber verletzend, so der Direktor.
Christian Bock, Direktor der Eidgenössischen Zollverwaltung, ist daran, die Zöllner und Grenzwächter auf das digitale Zeitalter vorzubereiten. (Archivbild)
Christian Bock, Direktor der Eidgenössischen Zollverwaltung, ist daran, die Zöllner und Grenzwächter auf das digitale Zeitalter vorzubereiten. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/PETER SCHNEIDER

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Eidgenössische Zollverwaltung steht vor einem radikalen Wandel.
  • Verunsicherung und Kritik am Direktor werden deshalb laut.
  • Der Wandel sei ein politischer Auftrag.

Die Eidgenössische Zollverwaltung steht im Zuge der Digitalisierung vor einem radikalen Wandel. Innerhalb der Zollverwaltung hat die Transformation Verunsicherung und Kritik am Direktor, Christian Bock, hervorgerufen.

Das sei nachvollziehbar. Es tue ihm leid, sagte Bock in einem Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung». Die Zollverwaltung bereite sich auf die Veränderungen vor und passe die Berufsbilder an. Die Kritik entzündete sich am grösseren Aufgabenspektrum der künftigen Fachspezialisten Zoll und Grenzsicherheit.

Basel Zoll
Ein Zöllner steht an der Schweizer Grenze in Basel. - Keystone

Es gehe kein Fachwissen verloren, trat Bock entsprechenden Befürchtungen entgegen. Die Ausbildung werde verlängert und das Wissen verbreitert. Bisher waren die Zöllner und Grenzwächter entweder auf Personen- oder auf den Handelswarenverkehr spezialisiert. Die Dynamik nehme zu – im Umfeld und beim Personal.

Bock war zuletzt wegen seines Führungsstils angegriffen worden. Er lasse nur Ja-Sager zu, und es herrsche ein Klima der Angst. Das sei verletzend, so Bock, der Wandel in der Zollverwaltung sei ein politischer Auftrag. Er sei hart bei der Umsetzung der Entscheide, aber ihm lägen auch seine Mitarbeitenden am Herzen.

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