Ein 25-jähriger Walliser ist vom Bezirksgericht Entremont VS wegen illegaler Tötung von Wildtieren zu einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten veurteilt.
Das Oberwallis versinkt im Schnee.
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Das Wichtigste in Kürze

  • Im Wallis wurde ein Wilderer zu 12 Monaten Haft verurteilt.
  • Ausserdem muss er eine Buses von 800 Franken zahlen.

Ein 25-jähriger Walliser ist vom Bezirksgericht Entremont VS wegen illegaler Tötung von Wildtieren zu einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten und einer Busse von 800 Franken verurteilt worden. Er besass weder einen Jagdschein noch einen Waffenschein.

Die Walliser Staatsanwaltschaft bestätigte am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA einen Bericht der Zeitung «Le Nouvelliste» vom Donnerstag.

Der Anklageschrift zufolge schoss der Mann Wildtiere, manchmal in Begleitung anderer Männer.

Im Dezember 2019 schoss er beispielsweise aus seinem Fahrzeug auf mehrere Hirsche, welche die Strasse überquerten. Er traf einen Sechsender, der zwanzig Minuten später verendete.

In einer Nacht im Februar 2020 erlegte er eine Gemse. Er filmte die Tat und schickte das Material an einen Freund. Im selben Monat schlitzte er mit einem Messer die Kehle eines Hirsches auf, den einer seiner Kameraden geschossen hatte.

Vom Vorwurf der Tierquälerei wurde der Mann allerdings freigesprochen, wie sein Anwalt Sean Larkin sagte. Er müsse die Urteilsbegründung noch mit seinem Mandanten durchgehen, bevor er bekannt gebe, ob er Rekurs einlege. Die anderen Wilderer werden in separaten Verfahren angeklagt.

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