Wieder mehr Gütertransporte durch die Schweiz
Der transalpine Güterverkehr durch die Schweiz hat im vergangenen Jahr um 4,5 Prozent zugenommen. Dies meldete der Kombi-Verkehrsanbieter Hupac mit Sitz in Chiasso. Das Wachstum sei trotz grosser Herausforderungen durch zahlreiche Baustellen erfolgt.

Insgesamt beförderte die Hupac Gruppe im vergangenen Jahr rund 40'000 Sendungen mehr als im Vorjahr, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Das Wachstum im Kerngeschäft, dem transalpinen Verkehr durch die Schweiz, kam jedoch nur durch die Übernahme von Fahrten auf der Achse Belgien-Italien zustande. Ohne diesen Effekt wäre das Volumen zum zweiten Mal in Folge gesunken.
Verwaltungsratspräsident Hans-Jörg Bertschi nannte die Mengenentwicklung «insgesamt erfreulich, insbesondere wegen grosser Herausforderungen, wie etwa der Vollsperrung der Rheintalstrecke im verkehrsstarken Monat Juni».
Die Probleme mit der Schieneninfrastruktur bleiben gemäss Hupac auch im laufenden Jahr bestehen. So wird die Rheintalbahn in Deutschland im Frühling für zwei Wochen gesperrt. In Italien ist im Sommer eine fünfwöchige Sperrung der Strecke zwischen Iselle und Domodossola geplant.
Damit Lieferverspätungen minimiert werden können, forderte Hupac nun für Baustellen und Umleitungen Kapazitäten von mindestens 90 Prozent auf den Ausweichstrecken sowie eine bessere internationale Koordination der Bautätigkeiten.
Das Unternehmen selbst setzt seit Anfang Jahr ausserdem auf eigene Massnahmen. Auf wichtigen Strecken würden beispielsweise häufigere Verbindungen angeboten, schrieb Hupac weiter.
Insbesondere für die Schweiz sei es wichtig, dass die Betriebsbeiträge für den Kombinierten Verkehr auch nach 2030 weitergeführt werden. So könne die Politik ein klares Signal setzen und zumindest teilweise von zusätzlichen Kosten entlasten, die durch die aktuelle Infrastruktur und nicht erreichte Produktionsziele entstehen.
960'000 Lastwagen fuhren im Jahr 2025 durch die Schweiz. Damit wurde das Verlagerungsziel von 650'000 Lkw-Fahrten pro Jahr erneut deutlich verfehlt. Eine Trendwende sei nicht in Sicht, so Hupac.






