«Wenn Fische zurück sind, erhalten sie möblierte Wohnung»
Rund 30 Fischer und Fachleute haben den Wisenbach in Hettlingen bei Winterthur aufgewertet.

Fische kann man im Moment im Wisenbach in Hettlingen ZH lange suchen. Der ausgetrocknete Bach wurde auch durch den Hitzesommer in Mitleidenschaft gezogen.
Im Rahmen des Programms «Fischer schaffen Lebensraum», das vom WWF Zürich sowie dem kantonalen und nationalen Fischereiverband getragen wird, wurde der Wisentbach Mitte September aufgewertet.
Mit Pickel, Hammer und Muskelkraft haben rund 30 Personen neue Strukturen geschaffen.
«Wenn die Fische zurück sind, bekommen sie quasi statt einer leeren Lagerhalle eine möblierte Wohnung», sagt René Peter, stellvertretender Fischereiaufseher des Kantons Zürich vor Ort.

Auch die Freiwilligen zeigten sich begeistert. Psychologiestudent Damian Striegel war gemeinsam mit seiner Mutter Barbara im Einsatz: «Mir gefällt es sehr, weil es so richtig körperlich harte Arbeit ist: pickeln, hämmern, graben. Man sieht, was man gemacht hat.»
Seine Mutter, die schon viele Male alleine oder zusammen mit ihrem Sohn an einem freiwilligen Natureinsatz teilgenommen hat, und gerade lange Äste an einem sogenannten «Faschinenbock» zusammenbindet, ergänzt: «Man kann als Laie zusammen mit diesen Profis etwas bauen, das wirklich taugt und sinnvoll ist für die Natur.»
Zwei Kilometer geplant
Der Einsatz am Wisenbach war der erste Workshop von «Fischer schaffen Lebensraum» im Kanton Zürich. Bis Ende 2028 sollen im Rahmen des Programms weitere kommunale Fliessgewässer aufgewertet werden.
Insgesamt ist vorgesehen, mindestens zwei Kilometer Gewässerlebensraum ökologisch zu verbessern.
Hinweis
Dieser Artikel ist zuerst in der «Winterthurer Zeitung» erschienen.








