Stau

    Wegen Oster-Stau: Nationalräte wollen im Winter Gotthardpass öffnen

    Simon Huber
    Simon Huber

    Uri,

    60 Nationalräte haben eine Forderung unterzeichnet, dass der Gotthardpass das ganze Jahr über befahrbar gemacht werden soll. 300 Millionen soll es kosten.

    gotthard
    Durch eine neue Motion sollen die Wartezeiten am Gotthard verkürzt werden. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • SVP-Nationalrat Benjamin Giezendanner hat eine Motion im Bundesparlament eingereicht.
    • Er fordert, dass der Gotthardpass das ganze Jahr befahrbar gemacht wird.
    • Der Verein Pro Alps sieht den Vorschlag in mehreren Hinsichten als «höchst problematisch».

    Jedes Jahr stehen am Osterwochenende unzählige Autos am Gotthard Schlange. Das stellt die Politik und Verkehrsplaner immer wieder vor Fragen. Wie können die stundenlangen Wartezeiten behoben werden?

    SVP-Nationalrat Benjamin Giezendanner hat nun eine Lösung gefunden, wie die «Sonntagszeitung» schreibt: Der Gotthardpass soll das ganze Jahr über befahrbar gemacht werden.

    60 Unterschriften im Nationalrat sind zusammengekommen. Die meisten von Seiten der FDP und SVP.

    In der Umsetzung müssten Lawinenverbauungen, Teilüberdachungen und neue Anschlussstrassen gebaut werden. Neben der Stau-Auflösung sollen durch die Massnahme die Urner Gemeinden vom Durchgangsverkehr entlastet werden.

    Gemäss dem Bundesamt für Strassen (ASTRA) würden sich die Investitionskosten auf rund 300 Millionen Franken belaufen. Giezendanner findet das «verhältnismässig gering».

    Denn der Tunnelbau der zweiten Röhre kostet rund 2 Milliarden Franken. Pro Stunde können aber klar mehr Fahrzeuge durch den Tunnel fahren.

    Pro Alps kritisiert Giezendanners Vorschlag

    Die Idee von Giezendanner kommt aber nicht bei allen gut an. Der Verein Pro Alps (ehemals Verein Alpeninitiative) kritisiert die Motion scharf. «Giezendanners Vorschlag ist verkehrs-, klima- und verfassungspolitisch höchst problematisch», meint Silvan Gnos, Politchef bei Pro Alps, gegenüber der Zeitung.

    Fährst du oft durch den Gotthard?

    Faktisch sei die Massnahme eine Erhöhung der Transit-Kapazität. Damit stehe der Vorschlag «klar im Widerspruch» zur Bundesverfassung.

    1994 stimmte das Schweizer Volk der von Pro Alps lancierten Alpeninitiative zu. Seither steht in der Bundesverfassung, dass die Kapazität der Transitstrassen im Alpengebiet nicht erhöht werden darf.

    Kommentare

    User #3581 (nicht angemeldet)

    Unsere Politiker fordern immer nur ,ist normal in Bundesbern .

    User #6119 (nicht angemeldet)

    Aber nur für E- Autos ! Lastwagenfahrer.

    Weiterlesen

    Gotthard
    74 Interaktionen
    Autofahrer staunt
    Gotthard
    6 Interaktionen
    Ausbruch
    gotthard
    29 Interaktionen
    Blech-Lawine

    MEHR STAU

    sdf
    161 Interaktionen
    Stau
    Stau Winterthur Post
    13 Interaktionen
    Noch mehr Stau?
    9 Interaktionen
    Mezzovico TI
    29 Interaktionen
    Airolo TI

    MEHR AUS URI

    Ursache unklar
    Uri
    1 Interaktionen
    Erstmals seit Jahren
    uri
    7 Interaktionen
    Staubwolke