Kanton Uri budgetiert erstmals seit Jahren keine roten Zahlen
Der Kanton Uri budgetiert für 2027 einen kleinen Ertragsüberschuss. Es sei das erste Mal seit über zehn Jahren, dass der Kanton mit einem positiven Abschluss rechne, teilte die Finanzdirektion am Donnerstag mit.

Der Aufwand steigt gegenüber dem Budget 2026 um 21,3 Millionen Franken auf 513,3 Millionen Franken. Der Ertrag legt um 25,7 Millionen Franken auf 514,4 Millionen Franken zu. Veranschlagte der Regierungsrat für das laufende Jahr noch einen Fehlbetrag von 3,3 Millionen Franken, so weist das Budget 2027 einen Überschuss von 1,1 Millionen Franken aus.
Gemäss des Voranschlags wird der Kanton Uri brutto 119,9 Millionen Franken investieren. Netto sind dies 25,3 Millionen Franken, was einer Abnahme von 4,6 Millionen Franken gegenüber dem Budget 2026 entspricht. Der Selbstfinanzierungsgrad steigt von 48,8 Prozent auf 73,8 Prozent
Der Kanton Uri sei finanziell wieder auf einem besseren Weg, kommentierte die Finanzdirektion das Budget. Dank dem Massnahmenpaket 2024 sei es gelungen, den Staatshaushalt zu stabilisieren. Die Ausgaben würden aber weiterhin zunehmen, vor allem für Spitalbehandlungen und Prämienverbilligungen. Auch seien 2027 gezielte Stellenaufstockungen unumgänglich.
Zur Verbesserung beitragen sollen aber auch die Einnahmen. Das Budget rechnet mit einem höheren Beitrag der Nationalbank und mit höheren Zahlungen aus dem Finanzausgleich. Auch die Fiskaleinnahmen sollen zunehmen, auch dank der Erhöhung der Motorfahrzeugsteuern. Bei den kantonalen Steuern rechnet der Regierungsrat netto mit einem Plus von insgesamt knapp 12 Millionen Franken.
Nach Angaben der Regierung bleibt die finanzielle Lage des Kanton aber anspruchsvoll, vor allem auch wegen dessen Verschuldung. «Das Ziel ist nicht ein einmalig ausgeglichenes Budget, sondern eine dauerhaft tragfähige Finanzpolitik», hiess es in der Mitteilung.






