Warme Temperaturen sorgen für Entenflöhe in stehenden Gewässern

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Steigende Wassertemperaturen führen zu vermehrtem Auftreten von Entenflöhen in stehenden Gewässern. Die winzigen Saugwurmlarven sind für Badende zwar ungefährlich, können aber eine stark juckende Badedermatitis auslösen.

    Steigende Wassertemperaturen führen zu vermehrtem Auftreten von Entenflöhen in stehenden Gewässern wie etwa dem Moossee BE. Die winzigen Saugwurmlarven sind zwar ungefährlich, könn...
    Steigende Wassertemperaturen führen zu vermehrtem Auftreten von Entenflöhen in stehenden Gewässern wie etwa dem Moossee BE. Die winzigen Saugwurmlarven sind zwar ungefährlich, könn... - KEYSTONE/PETER SCHNEIDER

    Flache und pflanzenreiche Uferbereiche meiden oder sie zügig durchschwimmen: Dazu rät die Gewässerökologin Kristina Rehberger am Moossee, einem kleinen See in der Nähe der Stadt Bern.

    In diesen seichten Zonen halten sich besonders viele Schnecken und Wasservögel auf. Und auf sie haben es die Saugwurmlarven abgesehen. Rehberger empfiehlt deshalb das Baden in der Seemitte – am besten am Nachmittag oder am Abend.

    Rehberger ist Fachbereichsleiterin Gewässerökologie beim Berner Amt für Wasser und Abfall. Sie rät Badenden, sich nach dem Aufenthalt im Wasser sofort gründlich abzuduschen, die Haut kräftig mit dem Handtuch abzurubbeln und anschliessend die Badekleidung zu wechseln. Das könne das Eindringen der Larven in die Haut verhindern.

    Gelangen Larven dennoch in die Haut, sterben sie dort ab. Das kann eine Immunreaktion auslösen und zu einem stark juckenden Hautausschlag führen. «Bei starken Beschwerden empfehle ich, den Hausarzt aufzusuchen», sagt Rehberger. Gefährlich seien die Larven für den Menschen aber nicht.

    Dass die Larven überhaupt in Menschen eindringen, ist eigentlich ein Missverständnis. Denn der Mensch ist ein sogenannter Fehlwirt. Eigentlich suchen die Larven ihren natürlichen Endwirt: Wasservögel, beispielsweise Enten.

    Der Lebenszyklus der Saugwürmer basiert auf einem Wirtswechsel. Die Parasiten leben in Wasservögeln und legen Eier ab, die über den Kot der Vögel ins Wasser gelangen. Daraus schlüpfende Larven befallen Wasserschnecken, um sich dort zu vermehren.

    Bei Wassertemperaturen ab 20 Grad schwärmen die Larven aus, um für die Vollendung des Kreislaufs neue Wasservögel zu befallen. Betroffen sind vorwiegend stehende Gewässer, da sich deren flache und pflanzenreiche Uferbereiche im Sommer rasch aufwärmen. Solche seichten Zonen bieten ideale Lebensbedingungen für Wasserschnecken und Enten, welche die Parasiten für ihre Vermehrung benötigen. Fliessende Gewässer sind in der Regel unproblematisch.

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    Kommentare

    User #4064 (nicht angemeldet)

    Marci hat Entenflöhe lieber als gefrorene Seen.

    User #1593 (nicht angemeldet)

    Marci gefällt das.

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