Vor 60 Jahren ereignete sich das Unglück von Mattmark

Ines Biedenkapp
Ines Biedenkapp

Oberwallis,

Am 30. August 1965 stürzten im Walliser Saastal gewaltige Eismassen auf die Baustelle des Mattmark-Stausees. Dabei verloren 88 Menschen ihr Leben.

Mattmark
Vor 60 Jahren ereignete sich eines der schlimmsten Bauunglücke der Schweiz am Mattmark-Stausee (Archivbild). - keystone

Der Allalin-Gletscher riss rund zwei Millionen Kubikmeter Eis und Fels in das Tal, zerstörte Baracken, Werkstätten und die Kantine. Nur wenige Arbeiter überlebten den plötzlichen Eissturz, der sich kurz vor Schichtende ereignete.

56 der Toten waren italienische Gastarbeiter, die anderen meist Schweizer und weitere Nationalitäten, wie die Suva berichtet. Die Katastrophe gilt als eine der schlimmsten der Schweizer Baugeschichte und der Alpen insgesamt.

Bergungsarbeiten dauerten Wochen

Die Bergungsarbeiten dauerten mehrere Wochen mit schwerem Gerät. «Es war, als ob der Eisberg vom Himmel fiel», wird ein Überlebender von der Suva zitiert.

Bist du schon einmal am Mahnmal von Mattmark vorbei gekommen?

Die Geschichte des Mattmark-Unglücks wurde in der Region nie vergessen. Jährlich gibt es Gedenkveranstaltungen, etwa den Mattmark Memorial Halbmarathon in Saas, heisst es auf der Website von Saas-Fee.

Nach dem Mattmark-Unglück war Anteilnahme gross

Die Anteilnahme der Bevölkerung im In- und Ausland war riesig. Doch auch Kritik an den Bauherren wurde laut.

Mattmark
Die Bergungsarbeiten dauerten nach dem Unglück von Mattmark mehrere Tage an (Archivbild). - keystone

So wurden zwar 17 Menschen angeklagt, doch sie wurden alle freigesprochen, schreibt das «SRF». Die Richter hatten die Katastrophe für «nicht vorhersehbar» erklärt.

Familien mussten Prozesskosten mittragen

Das löste vor allem in Italien Proteste aus. Familien, die am Prozess beteiligt waren oder gegen das Urteil klagten, mussten gar die Hälfte der Prozesskosten tragen.

Mattmark
Heute steht am Unglück von Mattmark ein Kreuz zur Gedenken der 88 Opfer. - keystone

Dennoch hatte das Unglück ein Nachspiel: So verschärfte die Suva die Sicherheitskontrollen auf Baustellen. Aussenminister Ignazio Cassis und sein italienischer Amtskollege Antonio Tajani gedenkten der Katastrophe auf der Plattform X.

Kommentare

User #2902 (nicht angemeldet)

Vor 70 Jahren wurde ich geboren, für gewisse war das vermutlich auch eine Katastrophe. Vor allem wenn sie gewusst hätten was ich so alles anstellen werde :-)

User #4049 (nicht angemeldet)

Vor 5 Jahren ereignete sich ein schwere Katastrophe durch unsere Regierungen verursacht! Ein Virus ging um die Welt der künstlich Geschaffen war, die Regierungen in unison beglückte die Menscheit mit einer aus dem Boden gestampften Gentech-Impfstoff der weder schützte noch etwas verhindern konnte, dafür weltweit millionen Menschen geschädigt oder getötet hat. Dazu wurde mit einer Zweiklassengesellschaft die Bevölkerung gespalten. Jene die warnten oder sich weigerten wurden als Schwurbler beschimpft, geschlagen, verfolgt und eingesperrt.

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