Volksmusiker Franz Manser erhält Innerrhoder Kulturpreis
Der Handorgel-Spieler und Komponist Franz Manser wird mit dem Innerrhoder Kulturpreis für sein langjähriges Schaffen in der Appenzeller Volksmusik ausgezeichnet. Es handelt sich um die höchste Auszeichnung in der Sparte Kultur des Kantons.

Der 1943 geborene Franz Manser – «Baazli» – präge seit Jahrzehnten die musikalische Landschaft des Kantons, teilte das Innerrhoder Kulturamt am Montag mit. Sein Engagement trage wesentlich dazu bei, dass die Appenzeller Musik lebendig bleibe.
Manser trat mit 14 Jahren erstmals öffentlich auf. Mit seiner Handorgel spielt er seither in verschiedensten Formationen und sei aus der Volksmusikszene nicht mehr wegzudenken. Er gilt «als begnadeter Komponist», wie es in der Mitteilung heisst: Rund 70 bis 80 Stücke stammten aus seiner Feder, «darunter zahlreiche Walzer, Schottisch und Ruggusseli», die heute zum festen Bestandteil des Appenzeller Repertoires gehören.
Neben seiner musikalischen Tätigkeit führte er ein Strassenbaugeschäft und betrieb ein Restaurant. Seine Leidenschaft habe aber stets der Musik gegolten. Er fühle sich fast verheiratet mit seiner Handorgel, habe er einmal gesagt.
Der Kulturpreis wird von der Stiftung Pro Innerrhoden seit 1974 verliehen und ist mit 10'000 Franken dotiert, wie die Innerrhoder Kulturbeauftragte Rebekka Dörig Sutter auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA erklärte. Die Auszeichnung gibt es nicht regelmässig, sondern nur dann, wenn sich jemand besonders verdient gemacht hat. Man halte jeweils «Augen und Ohren offen», so Dörig.
Zu den bisherigen Preisträgern gehören etwa der Maler Carl Walter Liner oder 1996 die Malerin Roswitha Doerig, als erste Frau. 2019 wurde damit Joe Manser für seine Dialekt- und Volksmusikforschung ausgezeichnet und 2021 der Kabarettist Simon Enzler.






