Volk zweifelt laut Umfrage an Politik und will mehr Kooperation

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Zürich,

Eine neue Umfrage zeigt: Schweizerinnen und Schweizer verlieren das Vertrauen in die Politik – und fordern mehr internationale Zusammenarbeit.

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Eine Mehrheit der Schweizer Stimmbevölkerung zweifelt an der Handlungsfähigkeit der Politik des Landes. (Symbolbild) - keystone

Eine Mehrheit der Schweizer Stimmbevölkerung zweifelt an der Handlungsfähigkeit der Politik des Landes. Gleichzeitig spricht sie sich für eine engere internationale Zusammenarbeit und für mehr staatliche Investitionen in die Zukunft aus.

Das geht aus einer repräsentativen Befragung hervor, wie die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft (SGG) am Mittwoch mitteilte. Die Umfrage wurde im Auftrag der SGG von deren Denkfabrik Pro Futuris und der Universität Bern durchgeführt.

Weniger als ein Drittel der Befragten hält laut Umfrage die Schweizer Politik für fähig, in angemessenem Tempo auf globale Krisen zu reagieren. Eine relative Mehrheit beurteilte die Schweiz als schlecht auf geopolitische und sicherheitspolitische Herausforderungen vorbereitet.

Als Antwort darauf befürworten drei Viertel der Teilnehmenden eine engere Kooperation mit anderen Demokratien. Rund 60 Prozent ziehen eine sicherheitspolitische Zusammenarbeit mit Partnern wie der EU oder der Nato einer weitgehenden Eigenständigkeit vor. Ambivalent zeigte sich das Bild bei der Annäherung an die EU.

Im Inland sehen die Befragten die grössten Herausforderungen bei den Gesundheitskosten, der Zuwanderung und den Wohnkosten. Rund 73 Prozent sprechen sich dafür aus, dass der Staat mehr in Bereiche wie Forschung, Bildung und Infrastruktur investiert.

Gleichzeitig wünscht sich eine relative Mehrheit von 40 Prozent weniger wirtschaftliche Regulierungen. Knapp 80 Prozent der Befragten finden jedoch, Unternehmen sollten mehr Verantwortung für den Wirtschaftsstandort übernehmen. Auch beim Thema künstliche Intelligenz erwartet eine Mehrheit staatliches Handeln.

Start zu «Mission Suisse»

Die SGG lancierte mit der Umfrage die «Mission Suisse». Dieser «überparteiliche und sektorenübergreifende Impulsprozess» soll die Handlungsfähigkeit der Schweizer Demokratie stärken. Den Startschuss gibt die SGG am kommenden Sonntag mit einem Treffen in Brunnen SZ und auf dem Rütli.

Kommentare

User #2347 (nicht angemeldet)

Ich traue den Politikern auch nicht mehr. Auch bei Abstimmungen wird vorab gelogen, was das Zeug hält. Und das eigene Volk wird immer mehr an den Rand gedrängt!

User #5775 (nicht angemeldet)

Politiker vertreten nur ihre Eigeninteressen. Darum immer das Gegenteil von dem, was der Bundesrat bei Abstimmungen empfiehlt. Der Kluge merkt das schon lange.

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